Schreibwerkstatt online

Wie bereits aufgefallen ist, wurden heute keine Blogbeiträge veröffentlicht. Das tut mir leid.

Tatsächlich ist einiges in Arbeit, heute muss ich jedoch meiner Schreibwerkstatt Vorrang einräumen. Ich habe meine Website SKCommDE heute relauncht. Es wurden viele Änderungen und strukturelle Erleicherterungen implementiert. Ich hoffe, dass das Ergebnis überzeugt. Parallel standen auch noch weitere Arbeiten für medizinische Fußpflege in Hohenstein auf dem Programm. Auch dort wird es in den kommenden Wochen noch viel Neues zu texten geben.

Die ausgelassenen Blogbeiträge werden selbstverständlich noch nachgeholt. Wahrscheinlich im Laufe der Woche, spätestens zum nächsten geplanten Samstags-Rollout.

Vielen Dank für das Verständnis.

Sebastian Klaus

Buchtipps und Links zu Amazon

Buchtipps und Links zu Amazon

Liebe Besucher,

auf der rechten Seite habe ich einen Hinweis zu den Buchtipps angepinnt. Beachtet bitte, dass die Links zu den Büchern und anderen Medien unter Linktipps & Bücher zu Amazon.de führen. Für Käufe über diese Links erhalte ich eine kleine Provision seitens Amazon.de. Beachtet bitte außerdem, dort gelten ausschließlich die AGB und Datenschutzbestimmungen von Amazon. Für Inhalte und Verweise der Amazon-Webseiten bin ich nicht verantwortlich.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Sebastian Klaus

Abwrackprämie 2.0: Kaufprämie für Elektroauto – Tesla ist raus

Wer nicht vollends im Thema war, der bekam nicht viel von den Diskussionen zur Kaufprämie für Elektroautos mit. Was von außen betrachtet eine gute Sache für Nachhaltigkeit und Umweltschutz darstellt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung schnell als Mogelpackung und Rohrkrepierer.

1.200.000.000 Euro groß ist der imaginäre Geldhaufen, auf den sich die Hoffnungen Wolfgang Schäubles stützen. Passend dazu versprach bereits Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, 15.000 zusätzliche Ladestationen im gesamten Bundesgebiet. Für den Ausbau der e-mobilen Infrastruktur stelle der Bund zwischen 2017 und 2020 rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus verspricht das Elektromobilitätsgesetz Privilegien für E-Fahrzeug-Halter.

Eckdaten zur Kaufprämie für elektrisch angetriebene Automobile:

  • 4000 Euro Zuschuss für reine E-Autos
  • 3000 Euro für Elektro-Hybride
  • Fördersumme 1,2 Mrd. Euro
  • Kaufpreis maximal 60.000 Euro
  • Laufzeit bis 2019

Elektromobilitätsgesetz: Elektroauto-Förderung mit Haken und Ösen

clause-684506Eine derart voluminöse Förderkampagne benötigt eine rechtliche Grundlage. Zu diesem Zweck wurde das Elektromobilitätsgesetz ins Leben gerufen. Der vollständige Name des Gesetztes lautet vollmundig: Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge (Elektromobilitätsgesetz – EmoG).

Folgende Fragen könnten sich durch die neue Gesetzgebung für die „Elektrischen“ erübrigen:

„Wo kann ich kostenlos parken?“

E-Autos sollen kostenlos parken dürfen. Es sind verschieden Modelle möglich. Denkbar ist es, in bestimmten Bezirken alle öffentlichen Parkplätze für Stromfahrer freizugeben – zu bestimmten Zeiten oder „open end“. Alternativ ist denkbar, dass Kommunen eigene Haltebuchten ohne Ticketzwang ausweisen.

„Wann darf ich auf der Busspur fahren?“

E-Autos sollen die Busspur per se benutzen dürfen. Das ist ein interessanter Punkt für das Fahren in Städten wie Frankfurt, Berlin oder Hamburg. Für die, die hauptsächlich überland unterwegs sind, wird sich wenig ändern. Kommunen entscheiden hierüber selbst und definieren individuelle Regeln.

„Wieviel Steuer kostet mein Auto?“

Gar nichts. Stromfahrzeuge zahlen 10 Jahre keine Steuern. Befreiung von der Steuer klingt positiv. Die Mindereinnahmen im Steuerhaushalt kompensieren die Fahrer, die sich keinen Stromer leisten können.

Sonderrechte für Elektroautos

Die Bundesregierung gibt auf bundesregierung.de zum Beschluss des Bundesrats bekannt:

(…)

2016-05-06 11_52_23-Bundesregierung _ Artikel _ Sonderrechte für Elektroautos
Die Kommunen dürfen vor Ort entscheiden, ob Stromer kostenlos parken. Aufgrund der zugesicherten Flexibilität unbürokratischer Möglichkeiten könnten diese Privilegien auch kurzfristig entzogen werden. Lenker von Elektroautos müssten sich vor Fahrtantritt über ihre Privilegien in jeder Stadt, die sie durchfahren oder besuchen möchten, gesondert zu informieren. Das kommt einer Fragmentierung gleich.

Finanzierung der Förderung der Elektromobilität

1,2 Milliarden Euro müssen allein für die neuzeitliche Variante der Abwrackprämie bereitgestellt und gesichert werden. Die Finanzierung übernehmen zur Hälfte die Automobilhersteller und zur Hälfte die Allgemeinheit über die Steuerzahlungen. Somit tragen alle geschlossen die staatlich bezuschusste Elektromobilität.

Tesla wettert lautstark und das nicht zu Unrecht

Es sind Modelle wie der Renault Zoe, BMW i3 und der Volkswagen e-Golf, die von den neuen Regeln zur Kaufpreiserleichterung berücksichtigt werden (Anschaffungspreis höchstens 60.000 Euro). Das sind alles Modelle, die nur knapp über 200 Kilometer Reichweite aufbringen können. Die meisten sogar deutlich weniger. Preislich orientieren sich die förderbaren Modelle unter anderem zwischen 19.390 Euro (Citroën C-Zero) und 39.200 Euro (Mercedes B-Klasse Sports Tourer Electric Drive). Keiner davon schafft wesentlich mehr als 200 Kilometer. Mit einer Akkuladung kämen die wenigstens also eine Woche lang zur Arbeit und wieder heim. Deren Gegenspieler sind Tesla Model S (Reichweite 421 bis 499 Kilometer, je nach Ausstattung) und Tesla Model X (Reichweite 417 bis 489 Kilometer, je nach Ausstattung).  Preis Model S ab 88.200 Euro, Preis Model X ab 96.100 Euro. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat Tesla Model S als Oberklassefahrzeug eingestuft.

Tesla knüpft mit Elektroauto bei Berufspendlern und Vielfahrern der Oberklasse an

Der amerikanische Pionier in Sachen Elektromobilität fühlt sich zu Unrecht um die Möglichkeit gebracht, sich deutschen Markt weiter zu etablieren. So bezeichnen die Amerikaner die Obergrenze von 60.000 Euro als willkürlich. Im Blog verweist Tesla darauf, mit dem Oberklassesegment genau die Zielgruppe zu fokussieren, die den höchsten CO2-Ausstoß habe. Darunter fällt der 7er BMW genau wie die Mercedes-Benz S-Klasse. Das Tesla-Team klar, dass es seit seiner Gründung 2003 der einzige Hersteller sei, der sich konsequent nur auf die Weiterentwicklung und Herstellung von Elektroautos konzentriert habe.

Die Obergrenze von 60.000 Euro lässt den Amerikanern nur wenige Möglichkeiten, von einer Förderung nach EmoG zu partizipieren.

zum Tesla-Blog (Elektroauto)
zum Tesla-Blog

Tesla formuliert es im eigenen Blog noch drastischer: „Die Förderung von Nachhaltigkeit sollte nicht auf Elektroautos ausgewählter Unternehmen begrenzt sein. Grundsätzlich sollten die Kunden aller Hersteller gefördert werden, die dazu beitragen CO2 Emission zu reduzieren und die Umwelt zu schützen.“

Den gesamten Blogbeitrag lesen Sie hier.

Fazit: EmoG wird mehr kosten als nützen

Elektronische Kraftfahrzeuge verdienen ihren Platz auf den Straßen Deutschlands. Nicht nur als Hüter hinter Autohaus-Schaufenstern. Das Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge erscheint in diesem Zusammenhang als halb garer Versuch etwas zu bewirken, ohne etwas anzupacken. Förderfähige Fahrzeuge befinden sich in den Preisklassen, in denen selten finanzielle Sprünge möglich sind. Kurzerhand 15.000 Euro für ein Auto aufbringen, das gerade einmal 150 Kilometer zurücklegt? Das ist für viele keine Option, sondern der ökonomische Super-GAU. Alltagstauglich erscheinen diese Fahrzeuge mangels Reichweite nicht. Eher sind sie als Luxusvergnügen anzusehen. An der Finanzierung alltagsuntauglicher Luxusgefährte hat sich die
Allgemeinheit zu beteiligen.
Gleichzeitig bleibt die Oberklasse battery-explosion-98710konkurrenzlos auf deutschen Straßen vertreten. Auch die zu erwartende Fragmentierung von Park- und anderen Verkehrsregeln bringt einen bitteren Beigeschmack mit sich. Fortan ist nicht nur ein Blick für den deutschen Schilderwald nötig. So manche Regel bedeutet bald von Fahrzeug zu Fahrzeug etwas anderes.

Buchhandel: Killer des Fortschritts

Als Mann zwischen den Stühlen kenne ich beide Seiten der Medaille – die Verlage und den Buchhandel. Gern und energisch wird auf Verlage geschimpft, sie würden die Digitalisierung vollends „verpennen“. Das ist nur die halbe Wahrheit.

Ein weiterer erfolgreicher Artikel, den ich auf Pagewizz veröffentlicht habe. Hier geht’s zum Artikel: Buchhandel: Killer des Fortschritts – Mittendrin in Aboservice & Digitalisierung

Der strauchelnde Riese von Düsseldorf: Vodafone Deutschland – gestern und heute

Vodafone Deutschland – einer der führenden Mobilfunkanbieter des Landes. Die Entstehung des Deutschlandgeschäfts und aktuelle Geschäftszahlen habe ich bei Pagewizz veröffentlicht.

 

Aktueller Spitzenreiter bei meinen täglichen Pagewizz-Klicks. Hier geht’s zum Beitrag: Der strauchelnde Riese von Düsseldorf: Vodafone Deutschland – gestern und heute

Texter sind fähiger als Buchautoren – in gewisser Weise

Ob Texter oder Autor, bei den einen ist das Schreiben ein Hobby, bei den anderen ist das Schreiben ein Beruf, andere hingegen sehen als Berufung und manchmal kommt man vom einen zum anderen. Auf irgendeinem dieser Wege entstehen unzählige wundervolle Bücher, die man am liebsten alle gleichzeitig lesen möchte. Viel Schund ist freilich auch dabei. Je nachdem, was dem Buchautor so im Kopf herumging.

Es braucht nicht viel des Überlegens, bis mir eine Vielzahl an Büchern einfällt, die mich inspirierten, mich motivierten oder in ihrer Schwere und bedrückenden Art und Weise höchst destruktiv sein konnten. Es waren immer ganz speziell Gedanken ganz spezieller Menschen. Goethes „Leiden des jungen Werther“ ist da nur ein Beispiel. „Also sprach Zarathustra“ aus Schillers Feder ist ein anderes. Und doch, so genial die Gedankengänge und teils abstrusen Gedankensprünge dargelegt, verpackt und publiziert wurden, genauso eng ist wiederum auch deren Horizont. Es sind allesamt isolierte Werke zu isolierten Themen. Geschrieben wurden sie von Menschen, die sich (innerlich) isolierten oder gerne isolierter wären. Einbahnstraßen in gewisser Weise. Auch wenn mich für diesen Gedanken nun ganze Horden von Germanisten, Sprachromantikern und Lehrern sowie Studenten hassen mögen – es ist meine Ansicht.

Ein gutes Buch beschäftigt sich mit sich selbst

Diese ganzen hervorragenden Bücher mit Millionen von Lesern sind in ihrer Besonderheit zurecht unantastbar. Selbst Sinnloses lässt sich im Nachhinein so lange interpretieren, bis es einen weltverändernden Gesamtsinn offenbart.

Ein Texter muss flexibel sein anstatt isoliert

Weit hinter den Buchautoren werden Texter eingruppiert. Irgendwie sind es Autoren, aber keine richtigen.

„Texter schreiben keine Bücher, sondern irgendwelch zusammenhangslosen Texte für fremde Menschen.“

In vieler Leute Augen schreiben Texter einfach blindlings drauf los. Werbetexte verfassen, Produktbeschreibungen verfassen, Pressemitteilungen schreiben oder Blogbeiträge für Auftraggeber zusammentragen. Natürlich – das ist der Job eines Texters. Es spielt keine Rolle, ob es ein hauptberuflicher Copywriter ist oder ein Texter im Nebenjob. Sie alle setzen sich immer wieder aufs Neue mit vielfältigen Themen auseinander, versetzen sich in ihre Auftraggeber hinein und gleichzeitig in deren Zielgruppe (Kunden, Investoren, Leser, Abonnenten, …).

Ich meine, hier kommt wesentlich mehr zusammen, als einfach eine gute Schreibe, Zeit und Muße zu haben. Zu allem Überfluss müssen Texte in unseren digitalisierten Zeiten nicht mehr nur beim Leser wirken. Vor allem Suchmaschinen wollen artgerecht bedient, mit Keywords und anderen Strukturen für deren Suchparameter gefüttert werden.

Empathie und technisches Know-How

So genial Goethes Faust auch gewesen sein mag, ich bezweifle, dass es dem alten Goethe in irgendeiner Weise darum ging, seine Leser wirklich abzuholen. Es waren Spiele mit den eigenen Gedankenwelten, Experimente mit den eigenen Sprachschätzen und mit den Bildern, die beim Schreiben im Kopf umherschwirren. Genauso isoliert ist hier J. R. R. Tolkien. Freilich, „Der Herr der Ringe“ ist in seiner Handlung ein Leckerbissen, doch auch hier stellte der Autor seine persönliche Präferenz, eine Geschichte zu erzählen, weit über die Art und Weise, wie seine Leser diese lesen würden. Es waren seine Bücher und seine Gedanken. Entweder liest man sie – oder man lässt es.

Empathie - Ein zentraler Skill der TexterDer Texter für Online-Content, SEO-Texte, Marketingtexte und Pressemitteilungen hat da ganz andere Vorgaben und Ziele. Tatsächlich haben die wenigsten den Luxus, sich durchweg aussuchen zu können, über was und für wen sie schreiben. Umso wichtiger ist es hier für den Texter, sich genau vorstellen zu können, was der Auftraggeber aussagen möchte, um anzusprechen, was die Kunden des Auftraggebers hören beziehungsweise lesen möchten. Der Texter verfasst seine Werke dann am besten konform mit den Vorgaben für die größten Suchmaschinenanbieter wie Google und Bing oder bisweilen Yahoo. Um das zu tun, recherchiert er noch in Themen in fast epischer Breite, um alle diese Voraussetzungen zu erfüllen. Suchmaschinenoptimierung, Suchtrends und Unique-Content sind da nur einige alltägliche Begriffe.

Sind alle Eckdaten beisammen, so auch die benötigten Keywords und die erforderliche Keyworddichte, die anzusprechende Zielgruppe und alle Projektdaten selbst, beginnt die eigentlich Odyssee des Texters. Gedanklich muss er alle Szenarien jedes einzelnen Satzes durchspielen. Es ist klar, das technikaffine Jugendliche anders angesprochen werden, als tierverliebte Mittdreißiger, oder Rentner, die ihr thematisches Heil im Schrebergarten suchen. Da schustert und kreiert der Texter Formulierungen, die in Struktur und Inhalt genau die Zielpersonen treffen. Einzelne Begriffe können da den Ausschlag von der richtigen zur komplett falschen Zielgruppe geben. Empathie ist also eine zentrale Eigenschaft, die ein hervorragender Texter mitbringen muss – nachdem er die technischen Basics verinnerlicht hat.

Hellseherische Fähigkeiten können dem Texter von Vorteil sein

Hin und wieder kommt es vor, dass man den Auftrag bekommt, über ein in ein oder zwei Jahren erscheinendes Produkt zu schreiben. Produktbeschreibung, Texte für den bald zu launchenden Onlineshop, Pressemitteilungen und Texte für Broschüren werden angefordert. In einigen Fällen sind die Produkte so neu und innovativ, dass keinerlei Vorkenntnisse dazu bestehen und auch keine Vergleichswerte. Vor allem fehlen sowohl dem Texter als auch häufig den Auftraggebern Erfahrungswerte zur tatsächlichen Zielgruppe. Hier beginnt der Texter in einem Brainstorming mit den Versuchen festzustellen, wer tatsächlich angesprochen werden soll.

Autoren schreiben Bücher und Texter schreiben Texte

„Schuster, bleib bei deinen Leisten“, hätte meine Großmutter nun gesagt. Der Buchautor tut, was er tut, der Texter das Seinige. Jeder hat seine Nische. Und gute Bücher lese ich trotzdem gern. Denn eines weiß auch ich nach vielen Auftragstexten, Suchmaschinenoptimierungen und Produktbeschreibungen sowie Ghostwriteraufträgen für diverse Blogs ganz genau: Meine Gedanken über 600 Seiten in eine zusammenhängende Handlung zu stecken, das würde ich niemals schaffen.

Kurzum: ob Buchautor oder Copywriter: frohes Schreiben!

Außenwirkung beginnt als Kunde

Alle Unternehmen haben einmal klein angefangen – meistens als Kunden von „irgendwem“, noch bevor sie den ersten eigenen Kunden oder Auftrag hatten. Das eine kostet Geld. Das andere bringt Geld. Für viele zwei verschiedene Paar Schuhe. Ist das so einfach?


Unternehmen – Über die Außenwirkung einer Marke oder eines ganzen Unternehmens wird immer und viel philosophiert. Strategien müssen her, um sicherzustellen, dass alles passt, dass Marke und Firma gut dastehen. Agenturen, Maßnahmen, Tools und Kampagnen werden hier aufgefahren, um die bestmögliche Darstellung zu erreichen. Werbung, Werbung, Werbung. Diese folgt meist dem Prinzip der Wiederholung – das wirkt. In alle Richtungen.

Natürlich ist nur schwerlich diskutierbar, ob Werbung überhaupt sein muss. Was scheinbar nur häufig vergessen wird, die kleinsten Glieder in der Unternehmenskette, einfache Sachbearbeitung, Vorsortieren der Eingangspost, der Empfangs-Teams, tragen essenziell dazu bei, wie das Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird – vor allem dann, wenn das Unternehmen als Kunde in Interaktion mit anderen steht.

Immer der gleiche Ärger

Es ist kein Geheimnis, Menschen bilden sich eine Meinung – und diese ist immer eine Mischung aus Bauchgefühl und Fakten. So auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des (fiktiven) Dienstleisters M. Musterbytes GmbH. Musterbytes kümmert sich um das Fakturieren und Weiterverfolgen von Ausgangsrechnungen einiger Unternehmen. Ein externer Dienstleister also – mit einem Auge für seine Kernaufgaben. Die Mitarbeiter sind hervorragend geschult, diskret und pflichtbewusst. Mittlerweile kennen die Damen und Herren in der Sachbearbeitung die Strukturen der, denen sie im Auftrag Rechnungen schicken – oder sogar Zahlungserinnerungen und Mahnungen und das, ohne zu unterscheiden, ob an Zweipersonen-Start-ups oder Global Player. Die Rückmeldungen lassen in der Regel nicht lange auf sich warten. Und so werden in den kommenden Tagen nach dem Rechnungslauf fleißig Rechnungen korrigiert und neu ausgestellt, Daten gelöscht, geändert oder ergänzt, ganze Firmierungen gelöscht oder komplettiert und überhaupt bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Das ist immer so, gehört dazu. Freilich ist das auch kein Problem – bis man die ersten Sachbearbeiter darüber stöhnen hört, dass die eine Firma reklamiert, weil sie gar nichts von einer (nachweislichen) Bestellung wüsste, die andere ändert zur gleichen Rechnung erneut die Firmierung und die letzte will nicht zahlen, da das Datum auf die linke Seite müsse, damit deren System das automatisch verarbeiten könne. Und überhaupt stößt der teilweise diktatorisch anmutende Tonfall in so manchem Schreiben eine gehörige Portion Unmut aus. Die Mitarbeiter lassen sich das konsequent nicht anmerken – es belastet viele trotzdem.

Lang gediente Teammitglieder erkennen bei so mancher Firma mittlerweile ein System, um die Zahlungsziele „künstlich“ zu erweitern, andere Firmen sind schlichtweg mittlerweile bekannt dafür, Mitteilungen zu wichtigen Änderungen grundsätzlich zu vergessen. Man hat das Gefühl, man könne auch von Vorsatz sprechen.

Dass sich auf diese Weise schnell unterbewusste Meinungen, teils fast schon Feindbilder, ergeben, ist unausweichlich. Die Mitglieder der Serviceteams der fiktiven M. Megabytes GmbH sehen sich permanent mit der folgenden Konstellation konfrontiert:

„Firma XYZ – Rechnung nicht bezahlt.“
„Firma XYZ – Eher Befehlshaber als Kunde.“
„Firma XYZ – Chaostruppe.“

Wiederholung – das wirkt, Wiederholung – das wirkt, Wiederh…

Es ist das Gleiche, wie mit der Werbung, die funktionieren soll. Die permanente Wiederholung sorgt dafür, dass sich ein bestimmtes Muster derart einbrennt, dass zumindest das „Bauchgefühl“ auf ewig beeinflusst wird. Und genau das kann im Zweifel den entscheidenden Wendepunkt in einer Kaufentscheidung ausmachen – ganz gleich, ob privat oder geschäftlich.

Was wären das nur für Menschen, die ihre Gefühle einfach im Büro lassen könnten? Natürlich: Fakten, Material, Hintergrundwissen und und und, das bleibt alles am Arbeitsplatz. Eingeschlossen in Rollcontainer, Schrank und im Blechkasten unter oder neben dem Schreibtisch. Die Damen und Herren aus den Serviceteams nehmen trotzdem allesamt etwas mit heim: ihre Updates für das eigene Bauchgefühl – und somit neuen (negativen!) Input mit Einfluss auf jede emotionale Kaufentscheidung.

Nichts ist so unerbittlich wie die persönliche Meinung von Menschen

Natürlich werden die Kundenbeziehungen bei Musterbytes diskret gehandhabt – Kundenkontakte und individuellen Fälle sowieso. Und trotzdem stelle man sich vor: Max R. vom Musterbytes Serviceteam wird am Abend von seiner Lebensgefährtin gefragt, ob eigentlich der Drucker XY von PrintWorxx Ltd. oder der (eigentlich baugleiche) X28 von InkFlowZ besser sei – auch „wegen des Services und falls mal was ist“. Die Lebensgefährtin vertraut in technischen Fragen immer auf Max‘ Urteil. Am Morgen hatte Max R. wieder einen Fall, der ihn an die Grenzen des guten Geschmacks gebracht hatte. PrintWorxx wies erneut eine Monate alte Rechnung zurück, mit dem Verweis darauf, eine Umsatzsteuer-Identnummer würde fehlen – obwohl sie seit vielen Jahren fest im Rechnungsformular verankert ist und natürlich nicht gefehlt hatte. Dieses Spiel treibt die Firma bei jeder neuen Rechnung, bis dann irgendwann urplötzlich eine Zahlung erfolgt. Das ist Sache der Arbeit – und doch allgegenwärtig, bei einer persönlichen Alltagsentscheidung für Max R. – denn hier kommt es auf sein Bauchgefühl an – und das „zwingt“ ihn, mangels technischer Unterschiede beider Produkte, zur Konkurrenz. Wahrscheinlich weiß Max R. nicht einmal, dass er sich aufgrund der Eindrücke und negativen Emotionen des Vormittags gegen den PrintWorxx-Drucker entscheidet. Er tut es aber – und PintWorxx hat ein Gerät weniger verkauft.

Ein wirkliches Problem für Unternehmen – und doch allzu oft ignoriert

Ich bin der Überzeugung, dass es nicht nur Max R. so gehen wird. Der Mensch ist ein von Emotionen getriebenes Geschöpf – und permanent Kunde. Ständig ist der Einzelne mit anderen in Interaktion.

Laut einer Studie aus 2014 sind es durchschnittlich acht Menschen, mit denen jeder täglich zu tun hat (Thorsten Pachur, Lael Schooler und Jeffrey Stevens (2014). We’ll Meet Again: Revealing Distributional and Temporal Patterns of Social Contact. PLoS One) [zur Studie].

Menschen kommunizieren miteinander – natürlich auch mittels Empfehlungen und Co. Das gehört zum Alltag und ist mittlerweile mit digitalen Medien eng verzahnt und extrem dynamisch. Es bedarf keiner „Leaks“ aus dem Arbeitsalltag von Max R., damit hier die Art und Weise der PrintWorxx Ltd. Im Gegenteil. Einfluss auf Empfehlungen & Meinungen nimmt Max R. durch Kleinigkeiten, die er selbst nicht bemerkt. Vielmehr reicht das unterbewusste, unterschwellige seichte Ablehnen der Marke, um hier auf andere einzuwirken. Und das geschieht ganz unabhängig von den Produkten selbst – denn die Marke selbst hat Schaden genommen.

Hinweis: Alle Namen, Firmen- und Markenbezeichnungen sind frei erfunden. Sollten sich Parallelen zu existierenden Namen, Firmen- oder Markenbezeichnungen ergeben, so sind die absolut unbeabsichtigt und werden bei entsprechendem Hinweis natürlich sofort geändert. Bitte kontaktieren Sie mich in diesem Falle umgehend.

Bloggen für mich selbst

Einen persönlichen Blog schreiben


Ich habe in der letzten Zeit viel geschrieben, ohne selbst zu bloggen. Viele Texte für Internetseiten habe ich geschrieben und Produktbeschreibungen verfassen durfte ich. SEO-Texte schreiben und Pressemitteilungen verschicken hat genauso dazugehört. Das ist alles interessant und fordernd, keine Frage.

„Texten macht einfach Spaß!“

Das denke ich mir immer, wenn mich jemand fragt, ob ich für ihn wieder einen Text oder einen Artikel verfassen könnte. Natürlich, ich nehme Aufträge an.

Fehlende Persönlichkeit beim Schreiben und bloggen für andere

So interessant es ist, das Schreiben für Firmen oder Artikel verfassen für andere Blogs und Projekte – es fehlt Persönlichkeit. Auftraggeber geben logischerweise vor, in welche Richtung das Fazit eines Artikels gehen soll. Ich möchte hiermit nun meinen eigenen Blog dauerhaft betreiben. Themen rund um das Schreiben liegen mir genauso am Herzen, wie das Fördern von Digitalisierung im Büro und Zuhause. Dazu werde ich hier Interessantes und Wissenswertes schreiben.

Fairness im Internet wichtig

Das Internet ist bereits voller interessanter Inhalte. Das Rad werde und möchte ich nicht neu erfinden. Was rollt, soll weiter rollen. Einige Themen verdienen allerdings mehr Aufmerksamkeit, andere sind für die viele Leser und interessierte zu kompliziert erklärt oder beschrieben. Auch hier werde ich ansetzen. Das Internet soll ein Ort der Information sein. Wichtige Informationen sollen zugänglich sein. Dazu leiste ich gerne meinen Beitrag in Form vieler interessanter Beiträge ohne versteckte Verpflichtungen.

„Ein Blog ist das ideale Werkzeug, um Inhalte erreichbar zu machen.“

Key Account und Texte