NFC-Hunter: Für wen ist NFC geeignet?

NFC (Near Field Communication) ist in den Augen vieler Menschen irgendeine Technologie für Industriezwecke oder für überteuerte technische Spielereien. Irgendwie scheint NFC auch das größte Sicherheitsrisiko der Neuzeit zu sein und überhaupt: „Was soll das?“ Noch öfter bekommt man allerdings die Antwort: „Was soll das sein?“

Tatsächlich ist die oben getätigte Feststellung nicht an den Haaren herbei gezogen. Das kann jeder für sich im Alltag nachtesten und x-beliebige Menschen nach NFC fragen. Eine dunkle Ahnung, dass es NFC überhaupt gibt, haben scheinbar wenigstens diejenigen, die die tollen Werbebroschüren ihrer Kreditkartenanbieter und Anbieter von Girokarten, Payback und anderer Firmen im alltäglichen Gebrauch gelegentlich überfliegen. „Ja, stimmt, man kann das auch zum Bezahlen und so benutzen und das Smartphone kann auch NFC.“ Denn alles, was man im Werbe-Volksmund als „kontaktlos“ Bezeichnet, basiert in der Regel auf NFC-Technologie.

Alles nicht sehr detailliert, was sich da an Meinung und Ansicht zum Thema NFC zu etablieren scheint. Lasst uns das von nun an einfach ändern, damit die Chancen durch NFC für alle deutlich werden. Natürlich werden wir hier auf die Risiken von NFC eingehen, keine Frage. NFC ist keine eierlegende Wollmilchsau und auch nicht frei von Restrisiken. Auch darauf werden wir eingehen.

Ganz allgemein: Wo kann man NFC benutzen?

Kurz und knapp: Überall.

Das Prinzip von der Near Field Communication ist so simpel wie genial. Vielleicht sogar zu simpel – denn so viel Einfachheit sind die meisten gar nicht mehr gewohnt und können es schlichtweg nicht akzeptieren.

 

Wie bei jeder Art von Austausch, braucht es einen Sender und einen Empfänger. Zum Beispiel ein so genanntes NFC-Tag und ein Smartphone. Das NFC-Tag ist hier passiv. Es wartet auf den Kontakt mit dem NFC-Chip des Smartphones, um aktiv zu werden. Das Tag hat keine eigene Stromquelle und wird über die Nahfeldkommunikation mit dem Smartphone kurzfristig mit Strom versorgt und dadurch aktiv. Das Smartphone selbst versteht sich als aktiver Part, kann aber auch passiv eingesetzt werden.

NFC-Tag von NFC21

Grundsätzlich bedarf es immer mindestens einem aktiven Part. Die Kombination Passiv-Passiv ist nicht möglich, das ist logisch, denn „Passiv“ wartet darauf, von seinem Gegenüber mit Strom versorgt zu werden. Die Variante Aktiv-Aktiv hingegen funktioniert auch.

Das mag kompliziert klingen, aber im Endeffekt läuft es für den Anwender so: Er hält ein Stück Plastik an das Smartphone oder an irgendein Terminal (z. B. in der Parkhausschranke) und das Gerät führt eine vordefinierte Aktion aus.

NFC zu benutzen, das ist, wie das Ein- und Ausschalten eines Lichtschalters.

NFC ist keine Einbahnstraße

Grundsätzlich ist zu sagen: NFC (auch Nahfeldkommunikation) ist keine Technologie, die für einen einzigen, bestimmten Zweck bestimmt ist. Vielmehr ist es einfach nur eine Methode, um Informationen weiterzugeben oder um Informationen einzuholen. Überall also, wo es darauf ankommt, irgendwie geartete Informationen zu erhalten oder weiterzugeben, kann man Nahfeldkommunikation einsetzen, vorausgesetzt, beide Seiten machen mit.

Anwendungsbeispiele für Technologie:

  • kontaktloses Bezahlen an Kreditkarten-Terminals
  • Parkhaustickets bezahlen am Automaten
  • Türschlösser mit Chip, Chipkarte oder dem Smartphone öffnen
  • Stechuhren am Arbeitsplatz
  • Schranken im Parkhaus
  • Zutrittskontrollen mit Armbändern (z. B. auf Festivals)
  • Identität online mit dem Personalausweis verifizieren
  • Visitenkarten/ Kontaktdaten digital übertragen

Das waren nun nur einige Anwendungsbeispiele, die ad hoc einfallen und prinzipiell keinerlei Aufwand für den Nutzer bedeuten. Die Liste ließe sich noch quasi unendlich ausweiten. Hinzu kommen noch einige komplexere Anwendungsbereiche.

In eigener Sache:

Weitere Artikel rund um Near Field Communication werden hier gesammelt. Eine eigenständige Community rund um die Nahfeld-Technologie entsteht gerade bei Facebook via fb.me/NFCHunterDE. Bei Twitter einfach @NFCHunterDE folgen

Neue Kategorie: APPliziert – ehrliche Meinungen und Erfahrungen zu Apps

APPliziert – Apps im alltäglichen Gebrauch, nicht im Testlabor

An dieser Stelle werde ich immer wieder meine Erfahrungen zu diversen Android Apps kundtun – ohne Rücksicht auf Verluste. 

Hinweis an Appentwickler: Ich nehme mir auch eure Apps gerne ganz auf Anfrage gezielt vor. Was dabei heraus kommt, das hängt allerdings ganz davon ab, ob die App das tut, was man von ihr erwartet. Von „Top“ bis „Totalausfall“ ist immer alles möglich. 

Den Start in dieser Kategorie machte übrigens Outlook für Android.  

 

Nullnummer: Outlook für Android

Wir alle kennen es. Die meisten von uns schon seit Anbeginn ihres digitalen Daseins: MS Outlook. Eine bekannte PC-Anwendung, auf die man zum Teil inständig auch im Android-Lager gewartet hat – quasi in der Hoffnung, zwischen den unausgegorenen E-Mail-Apps ein Angebot vorzufinden, das endlich einmal professionell und stabil ist. Leider sieht die Wahrheit anders aus. 

Finale (Beta-)Version

Zugegeben, das Design sowie die Menüstruktur sprechen ganz klar für Microsoft Outlook. Die App unterstützt sämtliche Anbieter wie Google Mail, AOL, Yahoo und Co. Die Einrichtung erfolgt in der Regel automatisch, ohne Serverdaten eingeben zu müssen. Benutzerkennung und Passwort genügen. Selbst im Westen wenig verbreitete Provider wie Yandex und mail.ru werden automatisch im Hintergrund eingerichtet. Sogar bei E-Mail-Adressen zu eigenen Domains werden  IMAP- und POP3-Postfächer und natürlich auch SMTP ohne Frickelei an Ports und Protokollen automatisch ergänzt. So zum Beispiel bei E-Mail-Konten bei Provider One.com. Somit macht Outlook beim Installieren und Einrichten durchaus einen positiven Eindruck und Lust auf mehr E-Mails. 

Outlook im PlayStore

Massive Probleme lassen allerdings nicht lange auf sich warten. Das Versenden von Mails als direkte Antwort auf empfangene Nachrichten ist immer mit Hoffen und Bangen verbunden. „Geht die Mail raus?“ Dieses Vorhaben gestaltet Outlook spätestens mit dem ersten Anhang als Glücksspiel. Wer nun denkt, „naja, dann schicke ich sie nochmal“, der wird auch hier sein wirklich blaues Wunder erleben. 

Die Mail mit dem Anhang hängt im Postausgang fest, angezeigt wird dort konsequent aber nur die Nachricht, auf die man antworten wollte. An seinen Text kommt man jedenfalls nicht mehr. Nervig!

Hinzu kommt die automatische Verhackstückung von Kalender und Kontakten.

Natürlich kann man die entsprechenden Berechtigungen verweigern, Kalender vom Sync ausschließen. Aber hier wird für die, die Mails schreiben wollen, quasi unendlich viel Platz verschwendet, der effektiver verwendet werden könnte. Denn jedes Smartphone bringt eine wesentlich bessere und flexiblere Kontaktverwaltung mit und auch leistungsfähigere Kalenderlösungen. Vor allem der Kalender in Outlook ist eine herbe Enttäuschung und lässt von seinem Umfang her nicht darauf schließen, dass es sich um die mobile Lösung des etablierten MS Outlook handeln soll. Eine anständige Monats oder eine brauchbare Wochenübersicht sucht man auf jeden Fall vergeblich. 
Der Part Kontakte erinnert allenfalls an eine plumpe Liste gespeicherter Kontakte. Mehrwert? Fail. Aber es sieht hübsch aus. 

Microsoft bietet hier eine App zu seinem Klassenprimus Outlook an, der eigentlich einem Armutszeugnis gleichkommt. Hübsche Optik, viele Versprechen – und trotzdem kein Konzept. 

Meines Erachtens, genügend Gründe, hier weiter nach Alternativen zu suchen. Und weil ich Outlook so toll finde, hier noch der PlayStore-Link: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.microsoft.office.outlook

Welche E-Mail-Apps benutzt ihr? Und was zeichnet eure Favoriten aus? 

Hinweis: Letztmalig getestet auf einem Sony Xperia ™ XZ, Android 7.1.1 Stock ROM, direkt nach Werksreset. 

Blog & Bloggen – Teamplayer vs Einzelkämpfer

Die Damen und Herren im Mitmachblog fragten im April mittels Aufruf zur Blogparade danach, ob man seinen Blog alleine oder gemeinsam, also in Kooperation mit anderen Autoren/ Bloggern betreibt – und weshalb.

Für gemeinsame Projekte gebe ich mich gerne hin – als Teilnehmer. Und nicht um jeden Preis. Pagewizz, Mitmachblog und ähnliche Formate sind da erst einmal ausreichend. Ich möchte beim Bloggen nichts schreiben, weil ich es muss. Ein Grund also, warum ich die hier und dort laufenden Blogparaden so sehr mag. Wenn mir ein Thema gefällt, dann mache ich mir auch gerne aktiv Gedanken darüber. Ansonsten versuche ich, meine unzähligen Ideen und Entwürfe zu ordnen, zu strukturieren und schlussendlich fertigzustellen. Da ich – wie viele Hobbyblogger auch – nur zu Feierabend und nur partiell am Wochenende Gelegenheit zum Tippen habe, ist es nicht wirklich sinnvoll ein fest definiertes Mehrpersonenprojekt zu fahren.

Im Folgen einige Fragen, die der Mitmachblog gerne beantwortet hätte.

Schreibst du deinen Blog alleine/mit jemandem zusammen?

Meinen Blog fülle ich alleine mit Inhalten.

Warum hast du dich dafür entschieden deinen Blog alleine zu schreiben?

Ich persönlich habe mich von Anfang nicht darum bemüht, für meine Blogprojekte „Mitstreiter“ zu finden – ein wenig auch den hervorragenden Erfahrungen mit Gruppenarbeiten in der Schule geschuldet. Ich möchte mich in meinem Blog nicht absprechen müssen, in der Hoffnung, dass ich nicht der Einzige bleibe, der sich an Absprachen hält. In dieser Hinsicht bin ich tatsächlich ein Einzelgänger, ja. Thematisch sind meine Beträge etwas zu sprunghaft, um „Mitschreiber“ zu finden oder überhaupt zu suchen. Dessen bin ich mir bewusst. Gleichzeitig habe ich auch nicht vor, meinen Blog in den Rahmen einer festen Thematik zu pressen. Dafür ist es mir zu wichtig, einfach mal „frei nach Schnauze“ lostippen zu können.

Schreibst du mit anderen Bloggern zusammen?

Hier und dort helfe ich befreundeten Bloggern aus, wenn sie bei ihren Artikeln feststecken.

Tauscht du dich mit anderen Bloggern aus?

Ja.

Beteiligst du dich an Blogparaden? Engen dich diese vielleicht sogar ein wenig ein?

Ich mag Blogparaden und würde gerne viel öfter zufällig tolle Themen finden. Bei manchen Themen der Blogparaden ist es doch so, dass man plötzlich über Themen nachdenkt, die einem normalerweise gar nicht in den Sinn kommen. Erst dieser Tage habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie sich Non-Profit-Organisationen wie Caritas & Co. im Social Web besser gegen Milliardenkonzerne durchsetzen könnten und auf was es eigentlich ankommt. Solche Dinge machen mir Spaß.

(Für MMB Autoren) Wie stehst du zu den Wochenthemen, engen dich diese zu sehr in deiner Kreativität ein?

Ich würde gerne viel mehr im MMB veröffentlichen. Leider habe ich im letzten Jahr nur einen Artikel veröffentlicht. Danach kam ich überhaupt nicht mehr dazu, mich über die Wochenthemen zu informieren. Das war schade – und wird dieses Jahr nicht passieren. Tatsächlich schränkt es mich nicht in meiner Kreativität ein – denn ich entscheide, wann und worüber ich schreibe. Da im Mitmachblog alles freiwillig läuft, kann man sich auch ganz freiwillig Gedanken machen – oder auch nicht. Wie man möchte. Manchmal, das muss ich gestehen, kommt schon ein gehöriger Druck auf, wenn man sieht, welche tollen Beiträge dort aus den Ärmeln geschüttelt werden.

Sind vorgegebenen Themen für dich Inspirierend?

Teils teils. Ich denke, die Themen geben so viel Spielraum zur Auslegung der Frage: „Was genau wollen die jetzt von mir?“, dass man manchmal genau an dieser Frage scheitert. Ich zumindest.

Wie empfindest du es, mit jemandem gemeinsam zu schreiben/deine Beiträge alleine zu gestalten?

Nochmals, ich schreibe Beiträge selbst. Das empfinde ich als gut und produktiv, denn ich muss mich weder auf andere verlassen noch muss ich auf andere Rücksicht nehmen. Na klar, bei größeren Themen, bei umfangreichen Projekten, da ist die Kooperation mit anderen durchaus sinnvoll – aber das sprengt dann den Rahmen eines Blogbeitrags. Denn klar ist doch: Die meisten unserer Leser kommen zufällig auf unsere Seiten und haben in der Regel keine Lust 3.552 Wörter zu einem für uns interessantes Thema zu lesen.

Beeinflusst es deine Kreativität wenn dir Themen vorgegeben werden?

Nein, im Gegenteil. Manchmal sind klare Themenvorgaben sogar sehr praktisch, weil man sich buchstäblich darüber Gedanken macht, ob und weshalb man sich über Thema XYZ Gedanken machen sollte.

Blausteinkriege 3 – Tage Beruns gezählt?

Die Blausteinkriege gehen in die dritte Runde – jetzt vorbestellen!

Die Fantasytrilogie des Autorenduos T. S. Orgel geht im Oktober in die dritte Runde. Mit „Der verborgene Turm“ wird Teil 3 der Blausteinkriege erscheinen und die Reihe komplettieren, nachdem sie mit „Das Erbe von Berun“ 2015 erfolgreich startete und 2016 vom „Sturm aus dem Süden“ vorerst auf die Spitze getrieben wurde.

Ich bin sehr gespannt auf Teil 3 der Blausteinkriege – vorbestellen lohnt sich! Am besten noch heute erledigen.

Blausteinkriege 3 - Der verbogene Turm
Die Kolnorer rücken aus, das Kaiserreich Berun zu erobern. Sind die Tage Beruns gezählt? Das Finale der Trilogie! Der dritte Teil erscheint am 9. Oktober 2017 bei Random House (Heyne)

„Der verborgene Turm“: bei Amazon vorbestellen und am 9. Oktober 2017 lesen!

Blausteinreihe

Du kennst die ersten beide Teile noch gar nicht? Dann wird es aber Zeit. Unten habe ich dir die Links zur jeweiligen Amazonseite eingestellt.

Die Blausteinkriege 1 Die Blausteinkriege 2
Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun Blausteinkriege 2 - Sturm aus dem Süden
Das Erbe von Berun Sturm aus dem Süden

T. S . Orgel – Facettenreiches Repertoire

Das Autorenduo T. S. Orgel (Tom und Stephan Orgel) sind nicht nur als reines Fantasyteam erfolgreich. Steampunk und andere Genres haben sie ebenfalls bereits erfolgreich bedient. Am besten sollten die beiden gut im Auge behalten werden.

Geheimtipp: Das Audible-Hörbuch zu „Steamtown“ hat es mir angetan und ist eine gute Audiolektüre für nervige Autofahrten mit Stau und anderen Hindernissen.

Was es alles von ihnen gibt, fasst uns Amazon vollständig zusammen. Hier der entsprechende Link zur Autorenseite bei Amazon: T. S. Orgel auf Amazon finden.

Kontakt mit T. S. Orgel aufnehmen

Ich werde hier natürlich keinen Dauerstream über Neuerungen zu allen Veröffentlichungen von T. S. Orgel auf mich nehmen. Das können die beiden bestimmt selbst sehr gut. Daher mal zwei Kontaktkanäle, die funktionieren sollten:

T. S. Orgel bei Twitter: @ts_orgel und bei Facebook (TS-Orgel). Die Website der beiden Autorenwebsite ist unter www.ts-orgel.de erreichbar.

So, das war es fürs Erste mit dieser Kurzmitteilung.

Viel Spaß und einen schönen Tag.

Sebastian

PS: Was ich sonst noch über Bücher notiert habe, ist immer hier zu finden: Kategorie „Bücher“

Non-Profits im Social Web – Was können NPOs reißen?

Am 21. April 2017 startete „caritas digital“ eine Blogparade zur Frage, was Non-Profits (also Organisationen wie Caritas, Amnesty International, WWF, usw… ) im Social Web erreichen könnten, unter Berücksichtigung von Budgets und Kosten. Das ist eine gute Frage, zu der ich mir an dieser Stelle gerne auch Gedanken mache. Und zu der sich mehr Menschen Gedanken machen sollten. Der Aufruf zur Blogparade von Caritas Digital und per Twitter via #npoblogparade.

Taugt Social Media für NPOs?

Das Social Web mit seinen unzähligen Vermarktungsmöglichkeiten wird von vielen Anbietern, egal ob NPO, Konzern oder KMU, mittlerweile als sehr komplex empfunden. Da gibt es unzählige Möglichkeiten, sich selbst darzustellen, sich zu positionieren und die eigene Marke hervorzuheben. Das mag aus den Augen eines Marketers sehr interessant sein – klar, verdienen alle Beteiligten im Markt des Onlinemarketings nicht schlecht daran. Theoretisch kann man mit einer einzelnen Zeile Millionen von … – ja, von was denn? – erreichen. „Ganz easy und voll cool.“ Das Ganze kostet natürlich seinen Preis – und wenn man bei Facebook damit angefangen hat, dann muss man auch konsequent sein und bei Twitter und den anderen Plattformen nachschießen. Man muss ja alle möglichen Leute erreichen.

Ziel definieren

Non-Profit-Organisationen müssen, wie auch kommerzielle Unternehmen, Zielgruppen definieren und wissen, wo die Reise hingehen soll, bevor etwas in die Wege geleitet wird. Dabei darf niemals außenvorgelassen werden, dass sich der Bedarf der NPO teils eklatant von dem eines Wirtschaftsunternehmens unterscheidet.

Das Wirtschaftsunternehmen verfolgt grundsätzlich (und stark vereinfacht) ein einziges Ziel: Umsatzsteigerung. Alle Maßnahmen wie Kundenakquise, Imagegewinn usw. dienen diesem Ziel.
Obwohl die NPO Mitgliedsbeiträge erheben, ist Umsatzsteigerung nicht das Kernziel. Für eine NPO ist das Einsammeln von Beiträgen Mittel zum Zweck, nämlich diverse humanitäre, ethische, soziale oder wie auch immer der Allgemeinheit dienende Projekte und Aufgaben zu erfüllen.

Bereits aus einer derart verkürzten Darstellung wird klar, dass die NPOs nicht einfach AdWords-Kampagnen starten, bei Facebook oder Twitter Timeline-Top-Platzierungen kaufen können und sollten. Mitgliedergenerieren und Neukundengewinnen sind als kurzfristige Ziele einzuordnen. Anders als kommerzielle Firmen, können NPO nicht mehr Werbesport Bedarf wecken. Es genügt bei den meisten Zielen der Non-Profits (z. B. Humanitäres) schlichtweg nicht, einmal einen sich immer wieder wiederholenden Spot oder Artikel zu einem Missstand oder einer allgemeinen Notwendigkeit zu publizieren. Bei Cola, Jeans und Smartphones funktioniert das hingegen wunderbar.

Das, was die NPOs möchten, das ist etwas, wozu man Menschen nicht mittels permanenter medialer Penetration drängen kann. Menschen sollen spenden? Unternehmen sollen humanitäre Projekte mit eigenen Waren oder vorhandenem Gerät unterstützen? Alle Anstrengungen der NPOs müssen sich auf langfristige und tiefgründigere Stellschrauben stützen, als es die simple Dauerwerbesendung tut. Es muss immer wieder Überzeugungsarbeit geleistet werden – und genau das kann eine Facebook-Werbeanzeige nicht leisten. Im Gegenteil.

Gefahren für Non-Profits nicht unterschätzen

Um NPOs zu sagen, was sie nun konkret tun sollten, um im Social Web gegen Daimler & Co. zu bestehen, habe ich zu wenig fachliche Bezugspunkte. Umso mehr Bezugspunkte habe ich aber zu meiner „Karriere“ als Benutzer, Mitglied, User, Twitterer und was weiß ich, in allerhand „sozialer“ Medien. Ganz klar ist, dass es mir immer negativ aufgestoßen hat, wenn ich bei Facebook & Co. zwischen nichtssagenden Spampostings, Katzenbildern, YouTube-Links und Werbebannern für Handygames mit einer Non-Profit-Organisation konfrontiert werde. Zum einen überfliegt man die meisten „sozialen“ Inhalte mittlerweile häufig nur noch. Zum anderen gerät eine Organisation wie die Caritas zu Unrecht schnell in die Schublade „irrelevant“, weil alle zwischen 13.00 Uhr und 13.15 Uhr erspähten Inhalte absolut nutzlos waren. Das degradiert die entsprechende NPO!

NPOs leben also nicht von 100.000 Facebook-Likes und 15.331 Herzchen unter einem Tweet, sondern davon, dass man ihre Arbeit akzeptiert. Die Arbeit, die die NPO leistet, ist langfristig und vor allem wichtig. Ein Facebook-Like ist trendy. Der tausendfach geherzte Tweet ist hipp. Das war es auch schon.

Überzeugungsarbeit leisten

NPOs sollten natürlich in den sozialen Medien vertreten sein. Aber sie sollten auf keinen Fall als Werbetreibende auftreten. Wird der Name des NPOs kommerzialisiert, schlägt sich das auf das Image nieder – und zwar genau andersherum, als es bei Adidas und Co. der Fall ist. Es schafft lediglich Misstrauen oder zumindest die Meinung: „Die haben Geld für solche Kampagnen? Dann brauchen die meine Spende nicht.“

NPOs müssen sich positionieren und mit Manpower in die Netze, anstatt in Onlinemarketer zu investieren, die Facebook-Ads schalten. Die Non-Profits müssen ihre „Unternehmensseiten“ und Profile proaktiv mit Inhalten, vor allem Mehrwerten, füllen und eine ständige Diskussionskultur aufrechterhalten. So sind sie immer an interessierten Nutzern dran. Und da soziale Netze viral arbeiten, wird auch Jana Jäger aus Jena früher oder später mitbekommen, dass ihr Freund Dennis Dorsch aus Dresden mit irgendwem aus Mettmann angeregt mit ihrem Profil interagiert. Jana wird sich einklinken und ihre Freunde werden das mitbekommen. Das gibt den Nutzern eine positive Meinung, ein gutes Bauchgefühl.

Das schafft kein Werbespot!

Das Geld, was sie in eine Kampagne investieren könnten, wäre somit besser in ein Team zur Pflege der sozialen Netze angelegt. Und da schließt sich auch der Kreis …

Soziale, verträgliche soziale Medien durch NPOs?

Viele Menschen besuchen bisweilen soziale Netzwerke, ohne wirklich zu wissen, weshalb sie das tun. Es ist für viele ein Automatismus geworden: „Facebook-Nachrichten checken“, „Timeline sondieren“, „Feeds abrufen“ und „thumbs up“ vergeben. Man tut das einfach – völlig unsozial. Und wenn etwas länger als drei Minuten „aufhält“, war es entweder ein total bescheuertes, meist schadenfrohes, Video oder irgendeine Hiobsbotschaft mit Zweck des Clickbaitings. Genau hier können sich NPOs einklinken und hier ihre Nische in sozialen Netzen finden. Weniger „bullshit“, weniger „kaufen“, „@billiger“, „+trend“ und „#geizistgeil“ – und vor allem viel weniger „ich zuerst!“

Wenn Menschen wieder eher dazu bereit sind, wirklich sozial mit ihrer Welt zu interagieren, dann wird es auch wieder selbstverständlich für viele, soziale Ziele zu unterstützen.

In diesem Sinne,

Sebastian Klaus

Почему русский? Weshalb ich Russisch lerne?

Es scheint ein Vorhaben zu sein, das viele Menschen immer wieder negativ auffassen. In den kommenden Tagen werde ich euch gerne erzählen, weshalb ich mit dem autodidaktischen Erlernen der russischen Sprache begonnen und was ich in der relativen kurzen Zeit über Russen gelernt habe.

Mein Plan ist es, auch ein paar Russen zu Wort zu bitten. Denn Deutsch lernen sie überaus gerne – und das auch ohne die landläufigen Vorurteile zu erfüllen, dass sie dass nur tun, um nach Deutschland auszuwandern.

Bis die Tage. До скорого.

Sebastian Klaus

Digitalisierung – Krieg in Parallelwelten

Digitalisierung ist ein Thema, das uns alle genauso betrifft, wie zum Beispiel Umweltverschmutzung. Dieser Vergleich ist weniger an den Haaren herbeigezogen, als man zunächst vermuten mag. Eine Wahrheit über die Digitalisierung.

Digitalisierung bringt uns alle weiter

Mittlerweile gibt es kaum Bereiche des täglichen Lebens, die wir uns nicht durch technische Hilfen erleichtern können. Ob selbstfahrende Autos, Drohnen (wie zum Beispiel Quadrocopter), Smartphones oder das gute alte Radio – überall bieten uns Gerätschaften ihre Hilfe an. Entweder versprechen Sie uns mehr Produktivität oder mehr Überblick oder auch schlicht einfach ein gutes Gefühl. Neben „nice-to-have“-Technik hat die Menschheit auch buchstäblich Überlebenswichtiges geschaffen. Die Anwendungsfelder reichen von der Agrarwirtschaft bis Medizin und Wissenschaft. Neben einfachen technischen Neuerungen wie Maschinen und Geräten kommt die nächste Stufe, die Digitalisierung hinzu. Dinge werden vernetzt, programmiert, ferngesteuert, teils mit einer künstlichen Intelligenz (KI) versehen. Die ersten semi-autonomen Roboter sind schon in den ersten Laboren unterwegs.

Was alles positiv klingt und durchaus seine Existenzberechtigung hat, dem liegen auch berechtigte Kritikpunkte zugrunde. Weniger aus technischer Sicht, mehr aus der Erfahrung heraus, wie sich Menschen mit ihren Möglichkeiten verhalten.

Technik muss einen Zweck erfüllen

Es ist beileibe kein Geheimnis, dass eine Vielzahl technischer Neuerungen und Erleichterungen ausschließlich auf die Anstrengungen zurückzuführen sind, möglichst effizientes Kriegsgerät bereitzustellen. Einer der wohl berühmtesten Vertreter dieser Art ist die gute alte Mikrowelle. Kaum ein Haushalt kommt mittlerweile ohne Mikrowellenkochgerät aus. Was zuvor für hochsensible und höchst gefährliche Anwendungsbereiche gedacht war, wandelte sich mit der Zeit zu einem Haushaltshelfer für die dynamische Familie und noch mehr für den hartgesottenen Single.

Einblick: Ursprung der Mikrowelle

Das Kernelement der handelsüblichen Mikrowelle bildet das Magnetron, ein Mikrowellenerzeuger. Diese Komponente wurde ursprünglich in Großbritannien entwickelt und sollte nicht zum Aufwärmen von Lasagne oder zum Auftauen von Fleisch nutzbar gemacht werden. Sein Einsatzbereich waren Radargeräte. Finanziell gefördert wurde das Vorhaben durch die USA und Großbritannien. Die Japaner hatten zur gleichen Zeit weniger passive Ziele mit dem Magnetron. Japans Intention war die Entwicklung sogenannter Strahlenwaffen.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs markierte weitestgehend auch das Ende der Anstrengungen, das Magnetron primär für die moderne Kriegsführung attraktiv zu machen. Je nach gesellschaftlicher Stimmung und Orientierung fand die Mikrowellentechnologie neue (zivile) Anwendungsbereiche. In den USA erfolgte die Erforschung weiterer Anwendungsmöglichkeit auf Zwang der US-Regierung. Der größte US-amerikanische Magnetronhersteller Raytheon war der Pionier in der Umgestaltung des Magnetrons, indem es das Magnetron für Kochzwecke umwandelte. Diese Entwicklung wurde durch das Ausbrechen des Koreakrieges 1950 vorläufig vollends ausgebremst. Es dauerte über 15 Jahre, bis diese zivile Anwendung wieder in den Fokus rückte.

Mittlerweile hat die gute alte Mikrowelle fast in jedem zivilen Haushalt Position bezogen.

Diese Entwicklung beschreibt sehr deutlich, wie schmal der Grat ist, zwischen positiver und verheerender Nutzung menschlicher Erfindungen und Errungenschaften. Immer wieder abhängig von ökonomischen, sozialen und politischen Strömungen und Stimmungen, entscheidet sich innerhalb kurzer Zeit, ob eine aktuelle Entwicklung zur Bereicherung oder zur Vernichtung eingesetzt wird.

Optimismus! Wir haben die besten Voraussetzungen

Die westliche Welt lebt seit vielen Jahren – größtenteils – in Frieden. Die zivile Bevölkerung fordert folglich Entwicklung und Einsatz für zivile und humanitäre Zwecke ein. Kriegsgespenster sollen möglichst lang ferngehalten werden. So hat sich in unseren Breiten eine ganze Digitalisierungsindustrie gebildet, die sich der nächsten Stufe möglicher technischer Neuerungen verschrieben hat. Durch die immer weiter wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung stehen uns Möglichkeiten offen, unseren persönlichen Alltag, den Geschäftsalltag oder unseren Einsatz in charitativen Einrichtungen zu organisieren – oder am besten direkt miteinander zu verknüpfen. Technische Geräte werden intelligenter, aus der Ferne kontrollierbar. Selbst Operationen am offenen Herzen gelingen mittlerweile erfolgreich per Remote-Verbindung. Dank Digitalisierung wird aus tausenden Kilometern Entfernung operiert.

Eine tolle Sache, wie ich finde! Es gibt so viele Möglichkeiten! Und doch verweigern sich so viele Menschen aufgrund in Sommerlöchern heraufbeschworener Datenschutzhysterie und Technophobie anzunehmen, was die Menschheit möglich gemacht hat. Hinzu kommt außerdem das wieder aufflammende Säbelrasseln zwischen West und Ost. Wer im Recht ist und wer die richtigen Ziele verfolgt, das ist nicht einfach in Schwarz-Weiß-Malereien darzulegen – und somit wieder Futter für technophobe Hysteriemedien allenthalben. Umso länger der Kanon innerhalb der täglichen Informationsfluten besagt, dass wir Angst vor Fortschritt und Technologie haben sollten, desto weiter drängt sich der Mensch selbst zurück und beraubt sich auf diese Weise vieler möglicher Ziele in Technik, Medizin oder Industrie.

Fazit: Weitermachen!

So kompliziert, vielleicht verwirrend, aber auf jeden Fall blockierend die heutigen Zeiten auch sein mögen, das wichtigste Ziel muss es nunmehr sein, voranzugehen. Es können schon Kleinigkeiten sein, die den Alltag revolutionieren. Vielleicht irgendein Chip oder ein anderes Gadget, das dafür sorgt, viele Stress verursachende Tätigkeiten zuhause reduzieren oder optimieren können. Wer weiß?

Die Eier legende Wollmilchsau dürfen wir alle nicht erwarten. Aber wir müssen endlich wieder davon träumen!

Also: Auf zu neuen Träumen!

Sebastian Klaus

Doktor, Ingenieur, Betriebswirt – wozu? 

In Deutschland ist man so stolz auf seine akademischen Grade und Titel, wie sonst kaum irgendwo. Da werden Doktoren, Betriebswirte, Ingenieure und Diplom-Wasweißich präsentiert und notiert, dass es nur kracht. Klar, ein Dr. Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. MBA Müller sieht natürlich viel wichtiger und gebildeter aus, als Richard Müller aus Wanne-Eickel. Aber steckt auch etwas dahinter?

Oft ganz viel heiße Luft

Mit Sicherheit haben diese Leute lange studiert und ganz gewiss haben sie von ihrem Thema viel Ahnung. Da werden ja auch Dissertationen verfasst oder eine Masterthesis zu megacoolen Themen. Zum Beispiel darüber, ob man Friedhöfe in Berlin einstampfen und Wohngebiete daraus machen soll. Für solche Überlegungen braucht es einiges Denkvermögen – zumindest aber Kreativität. Ein Normalo käme jedenfalls niemals auf die Idee, sich über so etwas Gedanken zu machen.

Bei allem Respekt für solcherlei Titel und Grade und zusätzliche h.c.-Grade sei dennoch folgende Frage gestattet: Was zum Teufel sorgt dafür, liebe Highestprofessionals, dass Sie mit dem ersten Dr. oder Dipl.-Ing. jegliche Fähigkeiten zum Bewältigen alltagsüblicher Situationen verlieren. Auf der Vermisstenliste stehen zum Beispiel:

  • Apps herunterladen
  • lesen, was man unterschreiben soll, bevor den Stift zückt
  • auf normale Art und Weise kommunizieren (Höflichkeitsformen, Respekt, … )
  • Akzeptieren, dass Vereinbarungen und Verträge für beide Seiten gültig sind …
  • usw. usf.

Ja, natürlich! Es gibt auch hier genetische Ausnahmeerscheinungen, die sich hervorragend in eine Welt einbringen, die von Sozialverhalten lebt und sich vom Miteinander nährt. Augenscheinlich muss es sich dabei allerdings leider um bedauernswerte Einzelfälle handeln.

Ist das Wetter wirklich kaputt? 

In meinem ersten Beitrag für die Bloggergemeinschaft des Mitmachblogs dreht sich alles kurz und knapp um die Irrungen und Wirrungen in unserer Ansicht zum Wetter und uns selbst.

Hier geht es zum Text.

Den Mitmachblog findet ihr unter http://mitmachblog.wordpress.com und auch unter http://mmb.sebastianklaus.eu

Einfach nur bloggen.

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