Doktor, Ingenieur, Betriebswirt – wozu? 

In Deutschland ist man so alt stolz auf seine akademischen Grade und Titel, wie sonst kaum irgendwo. Da werden Doktoren, Betriebswirte, Ingenieure und Diplom-Wasweißich präsentiert und notiert, dass es nur kracht. Klar, ein Dr. Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. MBA Müller sieht natürlich viel wichtiger und gebildeter aus, als Richard Müller aus Wanne-Eikel. Aber steckt auch etwas dahinter? 

Oft ganz viel heiße Luft

Mit Sicherheit haben diese Leute lange studiert und ganz gewiss haben sie von ihrem Thema viel Ahnung. Da werden ja auch Dissertationen verfasst oder eine Master Thesis – zu mega coolen Themen. Zum Beispiel darüber, ob man Friedhöfe in Berlin einstampfen und Wohngebiete daraus machen soll. Für solche Überleben braucht es einiges Denkvermögen – zumindest aber Kreativität. Ein Normalo käme jedenfalls niemals auf die Idee, sich über sowas Gedanken zu machen. 

Bei allen Respekt für solcherlei Titel und Grade und zusätzliche h.c.-Grade, sei dennoch folgende Frage gestattet: Was zum Teufel sorgt dafür, liebe high-professional Menschen, dass Sie mit dem ersten Dr. oder Dipl.-Ing. jegliche Fähigkeiten zum Bewältigen alltagsüblicher Situationen verlieren. Auf der Vermisstenliste stehen zum Beispiel:

  • Apps herunter laden
  • lesen, was man unterschreiben soll, bevor man letzteres tut
  • auf normale Art und Weise kommunizieren
  • Akzeptieren, dass Vereinbarungen und Verträge für beide Seiten gültig sind… 
  • usw. usf. 

Ja, natürlich! Es gibt auch hier genetische Ausnahmeerscheinungen, die sich hervorragend in eine Welt einbringen, die von Sozialverhalten lebt und sich vom Miteinander nährt. Augenscheinlich muss es sich dabei allerdings leider um bedauernswerte Einzelfälle handeln.

Ist das Wetter wirklich kaputt? 

In meinem ersten Beitrag für die Bloggergemeinschaft des Mitmachblogs dreht sich alles kurz und knapp um die Irrungen und Wirrungen in unserer Ansicht zum Wetter und uns selbst.

Hier geht es zum Text.

Den Mitmachblog findet ihr unter http://mitmachblog.wordpress.com und auch unter http://mmb.sebastianklaus.eu

Mit dabei: mitmachblog.wordpress.com

Mal was anderes: mit dabei, beim Mitmachblog

Mitmachblog - viele Blogger haben hier viele Gedanken zum gleichen Thema.
Mitmachblog – viele Blogger haben hier viele Gedanken zum gleichen Thema.

Auch ich probiere gerne neue Dinge aus – für mich neu: In einer Art Blog-WG parallel über bestimmte Themen bloggen. Das wird sicherlich ein großer Spaß – und sorgt zudem dazu, dass man sich (zwangsweise) immer wieder an neue Themen herantraut und sich vielseitig beschäftigt. Ich freue mich darauf.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit

Sebastian Klaus

Selbermacher oder Alleskäufer – Eine Frage der Persönlichkeit?

DIY (Do-It-Yourself) – MACHEN ODER KAUFEN?

Heutzutage haben wir es ja sehr einfach, wenn es darum geht, unser alltägliches Umfeld zu verschönern oder uns mit Praktischem zu versorgen. PC oder Tablet an, kurz bei Bing oder Google vorbei schauen und schon finden wir in käuflich erwerbbarer Form, was uns noch fehlt. Mit der Zeit kommt da einiges zusammen. Aber muss man alles kaufen? Was kann man selber machen?

Dieser Artikel passt nicht wirklich in mein Genre? Das ist okay. Ich habe die Frage durch Zufall auf wohnkultur.de gesehen. Ich konnte nicht anders, als mir genau darüber Gedanken zu machen.

Bequemlichkeit verdirbt die Kreativität

Einfach ist es, wie schon erwähnt. Ein Regal müsste her – oder eine neue, hübsche Lampe. Vielleicht müsste auch der Garten mit einem neuen Blumenbeet ausgestattet werden? Suchmaschinen, Amazon oder die Websites von Ikea, Hornbach und Möbel Höffner schaffen da rasch Abhilfe. Für irgendwo zwischen fünfzig und zweihundert Euro finden wir meist das, was wir brauchen, bestellen es und bauen es rasch auf. Thema erledigt. „Steht! Sieht gut aus!“

Leider, leider, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass einige andere auch diesen Weg gehen. Und wenn man Bekannte und Freunde besuchen geht, dann stellt man flugs fest: Irgendwie haben alle das gleiche Regal. Meistens ein Billy – weiß oder schwarz. Oder irgendwas aus dem Dänischen Bettenlager. Und das ging mir schon vor einigen Monaten bereits tierisch auf den Keks. Ich habe doch Ideen! Ich habe Lust, mir etwas zu schaffen, das keiner hat. Ich möchte bestimmen, wie es bei mir aussieht. Ikea soll das nicht tun!

DIY: Ohne Werkzeug geht gar nichts.
DIY: Ohne Werkzeug geht gar nichts.

Früher, mit dreizehn, vierzehn Jahren, da war ich immer eifrig dabei, mir irgendwelche Möchtegern-Möbel zu bauen. Opas Werkstatt war ja bestens ausgestattet. Ein paar alte Holzlatten, der Rest einer Sperrholzplatte, Nägel, Schrauben, Leim – das hatte gereicht, damit ich mir ein supercooles Spielzeugregal für den heimischen Hof zimmern konnte. Und heute? Da stehe ich da, zwischen den Billys und habe keine Ahnung, wie ich das damals gemacht habe. Eigentlich habe ich ja nicht einmal das Werkzeug dafür – wozu auch? Ich habe ja jetzt Geld – und kaufe einfach ein. Doofe Sache! Also?

Basis schaffen, für die Heimwerker-Werkstatt

An diesem Punkt angekommen, überlegte ich mir, was ich, sollte ich die Muße verspüren, etwas selbst zu bauen, bräuchte. Ein Plan musste her, für das notwendige DIY-Inventar.

Was braucht man für DYI?

Bevor man Pläne schmiedet, der Kreativität freien Lauf lässt und sich in Bauprojekte stürzt, bedarf es einiger Gerätschaften, Instrumente und Utensilien. Folgender kamen auf die To-Do-Liste essentieller Dinge:

  • Akkuschrauber
  • Schraubendreher und Schraubenschlüssel
  • diverse Zangen
  • Stichsäge
  • Handsäge (Fuchsschwanz)
  • Wasserwaage
  • Gliedermaßstab (ihr kennt das als Zollstock)

Dann noch das Verbrauchsmaterial:

  • Schrauben
  • Nägel
  • Holzleim
  • Klebeband
  • Schleifpapier

Nachdem diese erste Liste stand, ging ich also daran, Besorgungen zu tätigen. Ich überlegte mir zuerst: „Was darf das kosten?“ Klar ist, es muss für den ungeübten Heimwerker kein Profi-Equipment sein. Den Mist aus der 5-Euro-Abteilung sollte man aber auch meist liegen lassen, denn wir wissen ja: „Wer billig kauft, der kauft meist zweimal.“

Was Elektrogeräte angeht, bin ich etwas „engstirnig“. Werkzeugmaschinen von Bosch habe ich schon immer vertraut.

Daher schaffte ich mir die kleine Bosch PSR 10.8 LI an. Die gibt’s bei Amazon für rund 89,00 Euro. Im Angebot bei Baumärkten habe ich sie auch schon für 69,00 Euro gesehen.

Die Stichsäge sollte meines erachtens auch aus der Bosch Home Series sein. Ich entschied mich somit für die Bosch PST 700-E (ab rund 53,00 Euro).

Schraubendreher und Zangen erwarb ich von der Firma Mannesmann im netten Werkzeugkoffer aus Aluminium. Hierfür waren rund 35,00 Euro fällig.

Handsägen, Wasserwaage und Gliedermaßstab erwarb ich dann für insgesamt noch einmal 35,00 Euro.

Gesamtkosten für Werkzeuge und auch Verbrauchsmaterial: keine 250,00 Euro!

Das Anschaffen der benötigten Gerätschaften ist also nicht teurer als das Kaufen eines normalen, ganz einfachen Möbelstücks, dass unsere Großeltern unter Garantie ohnehin allein und ansehnlich selbst gemacht hätten.

Einmalig hinzu kommen dann freilich noch die Kosten das benötigte Material, sofern man keine ausgemusterten Möbel oder Materialien verwertet. Auch das kostet nicht die Welt.

Somit steht außer Frage, ob selber machen oder kaufen. Sowohl hinsichtlich persönlicher Entfaltung als auch hinsichtlich der Kosten und sogar umweltbewusstem Verhalten, erweist sich das Selbermachen als gerechtfertigte Alternative. Insofern bin ich immer dafür, Dinge selbst zu tun, anstatt sie zu kaufen.

Was baut man am besten DIY?

DIY-Möbel
Möbel selber bauen ist kein Problem – wenn man sich traut.

Wie bereits weiter oben erwähnt, hat diese ganze (eigentlich von mir so geliebte) Digitalisierung dazu beigetragen, dass ich in Sachen „physischer Kreativität“ gänzlich eingerostet – wenn nicht gar verblödet bin. Zum Glück fand ich ein paar nette Bücher mit Tipps und grundsätzlichen Ideen – auch Zeitschriften wie „Selbst ist der Mann“ zeigen immer wieder teils banal anmutende Ideen, die wirklich Spaß machen können.

Mir persönlich gefallen da sogar Bücher am besten, die sich mit der Verwertung alter Möbelstücke beschäftigen. Auch gibt es Bücher, die zeigen auf, wie man Holzreste verwerten kann, in Form neuer Möbel oder Dekoartikel. Eine tolle Sache!

Für diesen Sommer habe ich selbst einige Projekte vorgenommen, die ich anhand verschiedener Selberbauanleitungen aus dem Internet zurechgelegt habe. Zum Beispiel möchte ich noch:

  • einen Sandkasten bauen, für die Kinder
  • ein Hochbeet aus Europaletten bauen, für die Freundin
  • ein Regal mit Werkbank für den Keller bauen, für mich selbst

Sobald ich diese Projekte abgeschlossen habe, werde ich euch hier zeigen, wie die Ergebnisse aussehen.

Das war’s an dieser Stelle erst einmal von mir.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Sebastian Klaus 

Montagsfrage: Fiktion oder Non-Fiktion?

Buchfresserchens Montagsfrage zum Leseverhalten

Montagsfrage bei Buchfresserchen
Montagsfrage bei Buchfresserchen

Wie ist bei dir das Verhältnis zwischen Fiktion und Non-Fiktion, wenn du dein Leseverhalten betrachtest?

 

Um diese Frage zu beantworten zu können, muss ich vorab die Medien an sich unterscheiden, mit denen ich Bücher konsumiere.

Buch aus Papier lesen

Lese ich ein Buch als physisches Werk aus Papier, Pappe, mit Tinten- oder Laserdruck, Farben und etwas Staub am Rand, dann ist’s auf jeden Fall etwas Fiktionales. Zurzeit habe ich mich da zum Beispiel sehr auf Vladimir Sorokin eingeschossen. Eine permanent herrliche Gratwanderung zwischen Realität, Fiktion und dem totalen Kollaps der Realität. So etwas ist’s, das ich lese, wenn ich mich mit dem Ziel niederlasse, etwas zu lesen. Es sind tatsächlich immer wieder Bücher aus dem slawischen Raum, die mich fesseln, lachen und auch grübeln lassen. Das ist übrigens mitunter einer der Gründe, weshalb ich vor einiger Zeit begonnen habe, mir selbst die russische Sprache beizubringen. Я хочу говорить по-русски!

E-Book lesen

Anders sieht es aus, wenn ich „spontan“ zum Lesestoff greife. Dann darf es in der Regel eine digitale Publikation sein – ein Kindle-E-Book oder Audible-Hörbuch zumeist. Und weil ich Romane in Displays nicht ausstehen kann, bleibe ich dann auch eher im Non-Fiktion und beschäftige mich mit interessanten Dingen rund um das Universum, zur deutschen Sprache oder irgendetwas Politisches – wobei da mit Sicherheit die Grenze zwischen Fiktion und Non-Fiktion sehr schwammig sein dürfte.

Die ungeschminkte Wahrheit

Zuguterletzt steht noch die Antwort auf die Frage aus: das Verhältnis ist im Endeffekt bei 30 % Non-Fiktion zu 70 % Fiktion; weil’s mich an einem Roman doch länger fesselt und ich mir mehr Zeit zugestehe, das Gelesene wirken zu lassen.

Dem non-fiktionalen Text widme ich da nach Möglichkeit auf objektivere Art meine Zeit. Da ich nicht viel von den Tagebüchern fremder Menschen, Biografien und Autobiografien halte, beschränkt sich diese Gattung eher Inhalte, die hervorragend dazu geeignet sind, sich „immer mal wieder“ damit zu beschäftigen.

Die Lesermeinung zum Lesen

Wie verhält sich das Ganze bei euch? Teilt mir doch gerne über die Kommentarfunktion eure Gedanken dazu mit oder schreibt mir eine E-Mail an blogkommentar@sebastianklaus.eu.

Buchtipp: Russischer Winter mit Vladimir Sorokin

Russischer Winter mit Vladimir Sorokin

Eine wahnwitzige und erheiternde Irrfahrt mit Gefühl und Pathos.

Vladimir Sorokin - Der Schneesturm bei Amazon.de kaufen
Vladimir Sorokin – Der Schneesturm bei Amazon

Aktuell lese ich Der Schneesturm (von Vladimir Sorokin). Warum ich das erzähle? Heute war es draußen um die dreißig Grad warm, sonnig, trocken. Das Gemüt ist mir beinahe vor Freude aus dem Hemdkragen gehüpft. Und in Sorokins Schneesturm? Da geht es anders zu – so anders, dass es gleich doppelt lesenswert wird.

Ob ganz individuelle Tragödien, drohende Gefahren für die ganze Menschheit oder einfach nur Sex – Sorokin verpackt erneut alle Auswüchse menschlichen Tuns so herrlich erfrischend und direkt, dass einen die plötzlichen Sprünge zwischen poetisch anmutender russischer Erzählkunst und vulgärem Aufbegehren fast zu erschlagen vermögen. Der Spießrutenlauf der Hauptcharaktere geht nahtlos in einen Spießrutenlauf der eigenen Wahrnehmung und dem Empfinden zum Geschehen über.

Im Schneesturm verloren?

Ich werde an dieser Stelle nicht spoilern. Das tut man nicht. Dieser Roman des russischen Autors Vladimir Sorokin spielt in der Zukunft – allerdings nur wenige Jahrzehnte nach dem heutigen Tag. Der Autor führt den Leser (wie auch in seinem Buch Tag des Opritschniks) in ein Russland, das geprägt ist von Gegensätzen, von Einsamkeit und staatlichem Einfluss – aber auch von absolut absurden, aber höchst interessanten Vorstellungen zu Möglichkeiten künftiger Zeiten. Intensive Beschreibungen zu Mutter Natur, einiges an russischem Pathos und die Ungeniertheit, mit der Sorokin die Gefühle und Gedanken seiner Protagonisten vorstellt, vermittelt und dem Leser teils laut schreiend einprügelt, tun ihr übriges. Eine ganz klare Leseempfehlung, fernab der gängigen Mainstreamlektüren. Lesen lohnt sich auf jeden Fall!

Auch lesenswert:

Der Tag des Opritschniks

Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin bei Amazon
Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin bei Amazon

Sorokins Urteil über sein Russland ist eindeutig: „Russlands Gegenwart ist nur noch mit den Mitteln der Satire zu beschreiben.“

Genau daraus macht der russische Schriftsteller in diesem Roman keinerlei Hehl. Im Gegenteil. Einfach lesenswert!

Mit Evernote jede Idee im Griff

Gedanken, Ideen & Einfälle im Griff, dank Evernote

Mehr Produktivität: Evernote im Alltag
Das Evernote-Logo

Meine Gedanken strukturiere ich am liebsten mit der Produktivitäts-App Evernote. Das gilt nicht nur für Notizen und Recherchen für Blogbeiträge und Texte für fremde Websites. Viele Dinge des Alltags manage ich über den amerikanischen Notizendienst – und zahle sogar gerne Geld für Evernote-Premium. Von den Funktionen und der Zuverlässigkeit des OneNote-Konkurrenten bin ich absolut begeistert und absolut überzeugt. Durch die Integration anderer Dienste, Apps und Programme, lassen einem die Amerikaner kaum Anwendungsbereiche, die nicht über ihr Angebot nahezu perfekt bewältigt werden können.

Kostenlos ja – aber: Geiz ist nicht geil!

Unzählige Apps im Google Playstore für Android, im Apple Appstore oder anderswo versprechen Möglichkeiten und Lösungen zu allen erdenklichen Problemen des Alltag. „Produktivität steigern“, „Fehler vermeiden“ oder „den Überblick bewahren“ – das sind nur einige Keywords, mit denen die Anbieter versuchen die Gunst der Nutzer zu gewinnen. Tatsächlich offenbaren viele kostenlose Apps erhebliche Schwächen, teils diletantischen Ausmaßes. Natürlich ist auch Evernote nicht perfekt – jedoch wird hier, nach meinem Empfinden, aktiv gearbeitet. Neue Funktionen werden regelmäßig integriert, bestehende verbessert. Vor allem Dinge wie das Notizen per E-Mail senden oder die Möglichkeit, Briefe mit dem Handy scannen zu können, heben den grünen Elefanten weit über das Niveau einer halbseidenen Notizenapp. Dazu aber später mehr.

Ein eigener Artikel über Evernote? Why not?

In den kommenden Tagen werde ich deshalb erklären, wie ich ein wirklicher Fan dieser Notizenapp wurde und wie ich meinen Alltag einfacher dadurch meistern kann.

Und nein, niemand bezahlt mich dafür, diesen Artikel zu schreiben.

Viele Grüße

Sebastian Klaus

KMU: Mit diesen fünf Schritten arbeitet das Internet für Sie

Auf geht’s! Erfolg durch Struktur

Um das Internet für sich arbeiten zu lassen, benötigen Sie nichts, was Ihr Budget erschüttern wird. Meines Erachtens zahlen sich folgende Instrumente hervorragend aus:

  1. Firma eintragen bei Google Maps (Google MyBusiness-Profil)
    • Öffnungszeiten, Karteneintrag, ein paar Bilder und Ihre Kontaktdaten sorgen schnell dafür, dass Menschen in Ihrem direkten, lokalen Umfeld schnell merken, dass Sie da sind – und vor allem wann.
  2. Facebook-Seite für die Firma anlegen
    • Hier geht es nicht um eine Social-Media-Kampagne, wie man Sie Ihnen gerne für mehrere Hundert Euro anbieten wird. Zeigen Sie, dass Sie da sind, und nutzen Sie das Firmenprofil bei Facebook voll aus. Pflegen Sie Öffnungszeiten, erwähnen Sie hin und wieder, dass Sie etwas Neues anzubieten haben, oder was Erheiterndes im Alltag der Firma passiert ist.
      • Vor allem: Laden Sie Ihre Facebook-Kontakte zu Ihrer Seite ein! Erzählen Sie draußen auf der Straße, dass Sie jetzt auch eine Facebook-Seite haben. Eine gute Idee, falls Ihre stationäre Kasse dies unterstützt: Drucken Sie die Facebook-Adresse gut sichtbar auf Ihre Kassenbons.
  3. Firma in Branchenportalen eintragen
  4. Eigene Homepage erstellen (zum Beispiel mit einem Homepage-Baukasten)
    • One.com bietet hier sehr günstige Pakete inklusive Webspace und Domains an, inklusive E-Mail-Adressen und einfach zu verstehendem Homepagebaukasten.
  5. Inhalte schaffen
    • Hiermit sind in diesem Falle keine zeitintensiven Blogpostings oder teuren Contentstrategien gemeint. Es genügt fürs Erste, auf der Homepage Texte zum eigenen Geschäft zu veröffentlichen. So wird die eigene Internetseite für Suchmaschinen interessant. Ein wirkungsvoller Text hat zwischen 300 und 400 Wörter.

Sie schreiben nicht gerne oder wissen nicht, wie Sie die das, was Sie anbieten, in einen ansprechenden und für Suchmaschinen optimierten Text bringen sollen? Engagieren Sie einen Texter. Sie erhalten so einzigartige und spezialisierte Texte. Das kostet nicht die Welt und bringt viel.

Gehen Sie mit dem Internet richtig um

Haben Sie den Schritt gewagt, sich endlich digital anzusiedeln, dann gibt es ein paar Punkte für Sie zu beachten.

  1. Die Kommunikation im Internet verläuft häufig wesentlich direkter und schneller
  2. Man wird Sie hin und wieder mit unbequemen Themen konfrontieren
  3. Sie werden Höhen und Tiefen erleben
  4. Sie müssen alle Änderungen (Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Adresse, …) in allen Portalen und Profilen pflegen
  5. Sie werden viele Anrufe und Mailings von Agenturen erhalten, die alles für Sie machen möchten.

Internetnutzer sind heutzutage meist mobil unterwegs. Sie surfen und chatten, schauen Videos oder spielen einfach. Das ist gut und richtig. So sind Sie immer mit dabei, in der Hosentasche des potenziellen Kunden. Dieser positive Fakt kann allerdings manchmal auch unbequem werden, denn Ihre Profile sind den Launen der Nutzer ausgeliefert. Da kann schon einmal ein Kommentar in Ihrer Facebook-Timeline auftauchen, der ungerechtfertigt ist oder einfach linguistisch unter die Gürtellinie geht. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen oder gar einspannen. Häufig spiegeln solche Beiträge nur einen kleinen Moment im Gemütszustand der Person wieder, die das geschrieben hat (zum Beispiel aus Frust über die Bahnverspätung, durch die der Nutzer jetzt Zeit hatte, im Handy zu stöbern). Das kommt vor. Vieles können Sie mit Humor nehmen – das meiste ist sachlich klärbar.

Sie müssen und sollen außerdem nicht zu „offiziell“ sein. Sein Sie ruhig die Person, die Sie sind – und sorgen Sie nebenbei immer dafür, dass alles aktuell und vollständig ist. Das bleibt den Leuten am längsten im Gedächtnis und bringt Ihnen neue Kunden.

KMU: Was bringt das Internet für Firmen vor Ort?

Angst vor dem Internet unbegründet

Das Internet ist ein Tummelplatz für allerlei technik- und internetaffine Menschen, Unternehmen und Ideen auf dem ganzen Globus. Die einen schwören auf die Möglichkeiten des Internets, andere glauben nach wie vor, dass der Stellenwert des Internets in vielen Fällen schlichtweg übertrieben dargestellt wird. Doch was nützt das Internet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vor Ort? Und brauchen KMU soziale Netzwerke? Wenn ja, welche?

In Zeiten von Amazon, Ebay und Elektronikketten neigen wir dazu, zu vergessen, dass es direkt in der Nachbarschaft viele kleine und mittelständische Unternehmen gibt, die wir besuchen könnten. Gleichzeitig wird es dem Einzelnen hier und dort auch nicht leicht gemacht, sich beim lokalen Anbieter einzufinden, anstatt bei Amazon zu bestellen. Es ist ein Wechselspiel aus Bequemlichkeit, Unwissenheit und Preiskampf, das für Probleme beim lokalen Handel sorgt. Den Global Playern hier pauschal die Schuld zu geben ist einfach – aber grundlegend falsch. Nicht Amazon ist schuld daran, dass wir dort kaufen – das sind wir selbst.

Internet als Chance wahrnehmen

Bei, ausschließlich lokal agierenden Geschäften nachgefragt, wird schnell klar, dass das Internet häufig eher als Bedrohung denn als Chance wahrgenommen wird. Zu sehr ist hier der Einzelne immer wieder an den Gedanken gebunden, online sein bedeute, in einen Ring mit Amazon und Co. zu steigen. Und das ist falsch.

Die wichtigste aller Fragen, die sich Inhaber von lokalen Firmen stellen müssen, ist die nach der Zielgruppe – sowohl bei den eigenen Produkten als auch bei der Onlinestrategie. Und dazu sind definitiv keine überteuerten Dienstleister und Portale nötig, die einem den Heiligen Gral versprechen wollen.

Wann ist das Internet eine Chance für Betriebe?

Das Internet ist genau dann eine Chance, wenn Sie sich im Klaren darüber sind, was Sie erreichen möchten. So macht es für ein Fußpflegestudio in Frankfurt/Main zum Beispiel nur wenig Sinn, sich eine Onlinestrategie anzueignen oder einzukaufen, die es bekannt in Berlin, München und Hamburg macht. Wichtiger ist die Ausrichtung auf die Region, den direkten Einzugsbereich und daran direkt angrenzende Bereiche. Das gleiche trifft ebenso auf den Spielzeugladen in Darmstadt, die Kneipe in Düsseldorf oder den Getränkemarkt in Stuttgart zu. Es würde – mit wenigen Ausnahmen – schlichtweg keinen Sinn machen, Anfragen aus 100 Kilometer entfernten Regionen zu erhalten. Genau hier bietet sich die Chance.

Es gibt für Sie nur ein Ziel – Echte Kunden

Wir können es drehen und wenden, wie wir möchten – im Endeffekt ist Ihr Ziel, etwas zu verkaufen. Noch besser: Ihr Ziel ist es, dass der Kunde bei Ihnen kauft. Sie müssen den Kunden also auf der Couch abholen und in Ihren Laden führen. Ihre Aufgabe ist es also nun, dafür zu sorgen, dass der Kunde mit möglichst geringem Aufwand genau die Informationen findet, die er braucht, um bei Ihnen einzukaufen:

  • Wo?
  • Wann?
  • Wieviel?

Muss sich der Kunde mit nur einer dieser Fragen zu lange beschäftigen, wird er womöglich doch lieber bei Amazon oder bei einem ihm bekannten lokalen Konkurrenten kaufen. Das können Sie mit einfachen Mitteln umgehen.

Wie Sie das schaffen und was noch zu beachten ist, zeige ich Ihnen im nächsten Beitrag.

Ist Glyphosat gefährlich oder harmlos?

Glyphosat ist das zur Zeit wohl am heftigsten diskutierte Herbizid am Markt. Der Unkrautvernichter ist so lang und so flächendeckend im Einsatz, wie kaum ein anderer. Er ist eine Entwicklung von Monsanto aus den USA. Doch was ist Glyphosat und weshalb wird es geschützt?

wheat-609909_1920Glyphosat (chemische Summenformel C3H8NO5P) ist ein sogenanntes nicht-selektives Blattherbizid und wird zur Vernichtung verschiedener Unkrautarten in der Landwirtschaft genutzt. Aktuell ist Glyphosat ein Inhaltsstoff vieler Breitbandherbizide. Das Mittel wurde in den 1970er Jahren vom US-amerikanischen Agrar-Riesen Mosanto auf den Markt gebracht und vermarktet. Diesem Herbizid wird nachgesagt, dass es ein Unkrautvernichter sei, der nur gentechnisch veränderte Pflanzen verschone.  Das Glyphosat-Produkt, mit dem Monsanto 1974 an den Markt ging hieß RoundUp – und hat den Namen bisher beibehalten. Da die Patente Monsantos in vielen Ländern bereits abgelaufen sind, tummeln sich auch weitere Produkte mit den gleichen Eigenschaften unter anderen Namen auf dem Markt. Glyphosat Roundup wird zunehmend weiter verbreitet.

Die Wirkungsweise glyphosathaltiger Herbizide

Glyphosat wird von Pflanzen durch alle grünen, also an der Photosynthese beteiligten Bestandteile aufgenommen – vor allem über die meist großflächigen Blätter. Der Wirkstoff Glyphosat wird von dort aus direkt in die Wurzeln weitergeleitet, zu den Wachstumspunkten. Auch jüngere Triebe werden gezielt vom Wirkstoff angesteuert. Dort angekommen, blockiert Glyphosat die Produktion von Aminosäuren, die dafür nötig sind, dass die Pflanze wächst. Diese Art des Stoffwechsels ist bislang nur bei Bakterien, Pflanzen und Pilzen bekannt. Somit erklärt sich, dass Glyphosat sowohl für Menschen wie auch Tiere generell nur vernachlässigbar toxisch einzustufen ist. Wissenschaftliche Studien bestätigten dies.

Wegen seiner direkten Wirkung auf die behandelten Pflanzen, werden Glyphosate mit Vorliebe zum Schutz von gentechnisch veränderten Saaten verwendet. Einer der größten Anbieter von gentechnisch verändertem Saatgut ist wieder Monsanto. Gentechnisch veränderte Pflanzen reagieren nicht auf die Glyphosatbehandlung.

Schwerwiegende Vorwürfe wegen Glyphosatverharmlosung

Bereits seit längerem werfen BUND und andere nationale sowie internationale Organisationen und Forscher der Agrar-Industrie vor, Glyphosat würde Embryonen schädigen und krebserregend sein. Immer wieder werden Rufe gegen das Mittel laut. Auch die Grünen im Bundestag machen sich gegen diesen Chemiemix stark.

Das Bundesamt für Risikobewertung 2014 entschied dem widersprechend, Glyphosate seien so ungefährlich, dass die Höchstmenge, die ein Erwachsener pro Tag ohne zu erwartende gesundheitliche Beeinträchtigung verzehren dürfe, von 0,3 mg auf 0,5 mg pro Kilo Körpergewicht angehoben wurde. Für alle Kritiker bedeutet dies eine Art Super-GAU. Das Anheben der Schwelle von 0,3 auf 0,5 mg bedeutet eine Toleranzsteigerung von 60%. Für einen Menschen mit einem Körpergewicht von 75 kg bedeutet das, dass er bis 2014 22,5 mg Glyphosat zu sich nehmen konnte, ohne gesundheitliche Einschränkungen befürchten zu müssen. Ab 2014 waren es dann 37,5 mg, die der 75 kg schwere Mensch vertragen müsste. Das widerspricht den Feststellungen der Albert-Schweitzer-Stiftung vom Juni 2014 erheblich.

Glyphosat und Roundups: gefährlich für DNA

Monsanto als Giftmischer - nicht nur für Glyphosat
Monsanto als Giftmischer

Laut verschiedenen Veröffentlichungen und Studien, wird Glyphosatprodukten und Roundups eine schädigende Wirkung auf unter anderem DNA, Embryonalzellen sowie Plazenta-Zellen zugeschrieben. Dies betrifft nicht nur den menschlichen Organismus – auch Tiere seien in erheblichem Maße davon betroffen. Die Albert-Schweitzer-Stiftung führt zudem weiter aus, dass Glyphosat offensichtlich (mit)verantwortlich sei, für eine Vielzahl an Fehlbildungen sowie Fehlgeburten.

Eine Studie des MDPI verdeutlicht darüberhinaus, dass Glyphosat das Auftreten von Alzheimer, Diabetes und sogar Krebs begünstigte. Gleichfalls würden damit belastete Menschen eher an Depressionen, Herzerkrankungen sowie Unfruchtbarkeit leiden. Unabhängig vom persönlichen und gesellschaftlichen Schaden, den diese Monsanto-Kreation anrichten kann, wirke das Herbizid auch negativ auf die Fruchtbarkeit des Bodens und der darin innewohnenden Fauna (siehe: agrarkoordination.de).

Fazit: Glyphosat ist nicht ungefährlich!

Einige Glyphosat-Verfechter hingegen beteuern gebetsmühlenartig, dass die entsprechenden Studien nicht aussagekräftig seien. Sie würden nicht zweifelsfrei den ursächlichen Einfluss von Glyphosat Roundups für die Erkrankungen und genetischen Erscheinungen darlegen. Doch schon allein die begründbare Vermutung, die objektiv heranziehbare Eventualität, Glyphosat, das unbestreitbar essentieller Bestandteil unseres Alltags ist, reicht aus, um hier aktiv gegen den ausgemachten Goldesel von Monsanto vorzugehen.

Wie sehen Sie das? Teilen Sie mir Ihre Meinung zu Glyphosat, Gentechnik und Monsanto mit.