Buchtipp: Russischer Winter mit Vladimir Sorokin

Russischer Winter mit Vladimir Sorokin

Eine wahnwitzige und erheiternde Irrfahrt mit Gefühl und Pathos.

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Vladimir Sorokin – Der Schneesturm bei Amazon

Aktuell lese ich Der Schneesturm (von Vladimir Sorokin). Warum ich das erzähle? Heute war es draußen um die dreißig Grad warm, sonnig, trocken. Das Gemüt ist mir beinahe vor Freude aus dem Hemdkragen gehüpft. Und in Sorokins Schneesturm? Da geht es anders zu – so anders, dass es gleich doppelt lesenswert wird.

Ob ganz individuelle Tragödien, drohende Gefahren für die ganze Menschheit oder einfach nur Sex – Sorokin verpackt erneut alle Auswüchse menschlichen Tuns so herrlich erfrischend und direkt, dass einen die plötzlichen Sprünge zwischen poetisch anmutender russischer Erzählkunst und vulgärem Aufbegehren fast zu erschlagen vermögen. Der Spießrutenlauf der Hauptcharaktere geht nahtlos in einen Spießrutenlauf der eigenen Wahrnehmung und dem Empfinden zum Geschehen über.

Im Schneesturm verloren?

Ich werde an dieser Stelle nicht spoilern. Das tut man nicht. Dieser Roman des russischen Autors Vladimir Sorokin spielt in der Zukunft – allerdings nur wenige Jahrzehnte nach dem heutigen Tag. Der Autor führt den Leser (wie auch in seinem Buch Tag des Opritschniks) in ein Russland, das geprägt ist von Gegensätzen, von Einsamkeit und staatlichem Einfluss – aber auch von absolut absurden, aber höchst interessanten Vorstellungen zu Möglichkeiten künftiger Zeiten. Intensive Beschreibungen zu Mutter Natur, einiges an russischem Pathos und die Ungeniertheit, mit der Sorokin die Gefühle und Gedanken seiner Protagonisten vorstellt, vermittelt und dem Leser teils laut schreiend einprügelt, tun ihr übriges. Eine ganz klare Leseempfehlung, fernab der gängigen Mainstreamlektüren. Lesen lohnt sich auf jeden Fall!

Auch lesenswert:

Der Tag des Opritschniks

Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin bei Amazon
Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin bei Amazon

Sorokins Urteil über sein Russland ist eindeutig: „Russlands Gegenwart ist nur noch mit den Mitteln der Satire zu beschreiben.“

Genau daraus macht der russische Schriftsteller in diesem Roman keinerlei Hehl. Im Gegenteil. Einfach lesenswert!

Mit Evernote jede Idee im Griff

Gedanken, Ideen & Einfälle im Griff, dank Evernote

Mehr Produktivität: Evernote im Alltag
Das Evernote-Logo

Meine Gedanken strukturiere ich am liebsten mit der Produktivitäts-App Evernote. Das gilt nicht nur für Notizen und Recherchen für Blogbeiträge und Texte für fremde Websites. Viele Dinge des Alltags manage ich über den amerikanischen Notizendienst – und zahle sogar gerne Geld für Evernote-Premium. Von den Funktionen und der Zuverlässigkeit des OneNote-Konkurrenten bin ich absolut begeistert und absolut überzeugt. Durch die Integration anderer Dienste, Apps und Programme, lassen einem die Amerikaner kaum Anwendungsbereiche, die nicht über ihr Angebot nahezu perfekt bewältigt werden können.

Kostenlos ja – aber: Geiz ist nicht geil!

Unzählige Apps im Google Playstore für Android, im Apple Appstore oder anderswo versprechen Möglichkeiten und Lösungen zu allen erdenklichen Problemen des Alltag. „Produktivität steigern“, „Fehler vermeiden“ oder „den Überblick bewahren“ – das sind nur einige Keywords, mit denen die Anbieter versuchen die Gunst der Nutzer zu gewinnen. Tatsächlich offenbaren viele kostenlose Apps erhebliche Schwächen, teils diletantischen Ausmaßes. Natürlich ist auch Evernote nicht perfekt – jedoch wird hier, nach meinem Empfinden, aktiv gearbeitet. Neue Funktionen werden regelmäßig integriert, bestehende verbessert. Vor allem Dinge wie das Notizen per E-Mail senden oder die Möglichkeit, Briefe mit dem Handy scannen zu können, heben den grünen Elefanten weit über das Niveau einer halbseidenen Notizenapp. Dazu aber später mehr.

Ein eigener Artikel über Evernote? Why not?

In den kommenden Tagen werde ich deshalb erklären, wie ich ein wirklicher Fan dieser Notizenapp wurde und wie ich meinen Alltag einfacher dadurch meistern kann.

Und nein, niemand bezahlt mich dafür, diesen Artikel zu schreiben.

Viele Grüße

Sebastian Klaus

KMU: Mit diesen fünf Schritten arbeitet das Internet für Sie

Auf geht’s! Erfolg durch Struktur

Um das Internet für sich arbeiten zu lassen, benötigen Sie nichts, was Ihr Budget erschüttern wird. Meines Erachtens zahlen sich folgende Instrumente hervorragend aus:

  1. Firma eintragen bei Google Maps (Google MyBusiness-Profil)
    • Öffnungszeiten, Karteneintrag, ein paar Bilder und Ihre Kontaktdaten sorgen schnell dafür, dass Menschen in Ihrem direkten, lokalen Umfeld schnell merken, dass Sie da sind – und vor allem wann.
  2. Facebook-Seite für die Firma anlegen
    • Hier geht es nicht um eine Social-Media-Kampagne, wie man Sie Ihnen gerne für mehrere Hundert Euro anbieten wird. Zeigen Sie, dass Sie da sind, und nutzen Sie das Firmenprofil bei Facebook voll aus. Pflegen Sie Öffnungszeiten, erwähnen Sie hin und wieder, dass Sie etwas Neues anzubieten haben, oder was Erheiterndes im Alltag der Firma passiert ist.
      • Vor allem: Laden Sie Ihre Facebook-Kontakte zu Ihrer Seite ein! Erzählen Sie draußen auf der Straße, dass Sie jetzt auch eine Facebook-Seite haben. Eine gute Idee, falls Ihre stationäre Kasse dies unterstützt: Drucken Sie die Facebook-Adresse gut sichtbar auf Ihre Kassenbons.
  3. Firma in Branchenportalen eintragen
  4. Eigene Homepage erstellen (zum Beispiel mit einem Homepage-Baukasten)
    • One.com bietet hier sehr günstige Pakete inklusive Webspace und Domains an, inklusive E-Mail-Adressen und einfach zu verstehendem Homepagebaukasten.
  5. Inhalte schaffen
    • Hiermit sind in diesem Falle keine zeitintensiven Blogpostings oder teuren Contentstrategien gemeint. Es genügt fürs Erste, auf der Homepage Texte zum eigenen Geschäft zu veröffentlichen. So wird die eigene Internetseite für Suchmaschinen interessant. Ein wirkungsvoller Text hat zwischen 300 und 400 Wörter.

Sie schreiben nicht gerne oder wissen nicht, wie Sie die das, was Sie anbieten, in einen ansprechenden und für Suchmaschinen optimierten Text bringen sollen? Engagieren Sie einen Texter. Sie erhalten so einzigartige und spezialisierte Texte. Das kostet nicht die Welt und bringt viel.

Gehen Sie mit dem Internet richtig um

Haben Sie den Schritt gewagt, sich endlich digital anzusiedeln, dann gibt es ein paar Punkte für Sie zu beachten.

  1. Die Kommunikation im Internet verläuft häufig wesentlich direkter und schneller
  2. Man wird Sie hin und wieder mit unbequemen Themen konfrontieren
  3. Sie werden Höhen und Tiefen erleben
  4. Sie müssen alle Änderungen (Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Adresse, …) in allen Portalen und Profilen pflegen
  5. Sie werden viele Anrufe und Mailings von Agenturen erhalten, die alles für Sie machen möchten.

Internetnutzer sind heutzutage meist mobil unterwegs. Sie surfen und chatten, schauen Videos oder spielen einfach. Das ist gut und richtig. So sind Sie immer mit dabei, in der Hosentasche des potenziellen Kunden. Dieser positive Fakt kann allerdings manchmal auch unbequem werden, denn Ihre Profile sind den Launen der Nutzer ausgeliefert. Da kann schon einmal ein Kommentar in Ihrer Facebook-Timeline auftauchen, der ungerechtfertigt ist oder einfach linguistisch unter die Gürtellinie geht. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen oder gar einspannen. Häufig spiegeln solche Beiträge nur einen kleinen Moment im Gemütszustand der Person wieder, die das geschrieben hat (zum Beispiel aus Frust über die Bahnverspätung, durch die der Nutzer jetzt Zeit hatte, im Handy zu stöbern). Das kommt vor. Vieles können Sie mit Humor nehmen – das meiste ist sachlich klärbar.

Sie müssen und sollen außerdem nicht zu „offiziell“ sein. Sein Sie ruhig die Person, die Sie sind – und sorgen Sie nebenbei immer dafür, dass alles aktuell und vollständig ist. Das bleibt den Leuten am längsten im Gedächtnis und bringt Ihnen neue Kunden.

KMU: Was bringt das Internet für Firmen vor Ort?

Angst vor dem Internet unbegründet

Das Internet ist ein Tummelplatz für allerlei technik- und internetaffine Menschen, Unternehmen und Ideen auf dem ganzen Globus. Die einen schwören auf die Möglichkeiten des Internets, andere glauben nach wie vor, dass der Stellenwert des Internets in vielen Fällen schlichtweg übertrieben dargestellt wird. Doch was nützt das Internet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vor Ort? Und brauchen KMU soziale Netzwerke? Wenn ja, welche?

In Zeiten von Amazon, Ebay und Elektronikketten neigen wir dazu, zu vergessen, dass es direkt in der Nachbarschaft viele kleine und mittelständische Unternehmen gibt, die wir besuchen könnten. Gleichzeitig wird es dem Einzelnen hier und dort auch nicht leicht gemacht, sich beim lokalen Anbieter einzufinden, anstatt bei Amazon zu bestellen. Es ist ein Wechselspiel aus Bequemlichkeit, Unwissenheit und Preiskampf, das für Probleme beim lokalen Handel sorgt. Den Global Playern hier pauschal die Schuld zu geben ist einfach – aber grundlegend falsch. Nicht Amazon ist schuld daran, dass wir dort kaufen – das sind wir selbst.

Internet als Chance wahrnehmen

Bei, ausschließlich lokal agierenden Geschäften nachgefragt, wird schnell klar, dass das Internet häufig eher als Bedrohung denn als Chance wahrgenommen wird. Zu sehr ist hier der Einzelne immer wieder an den Gedanken gebunden, online sein bedeute, in einen Ring mit Amazon und Co. zu steigen. Und das ist falsch.

Die wichtigste aller Fragen, die sich Inhaber von lokalen Firmen stellen müssen, ist die nach der Zielgruppe – sowohl bei den eigenen Produkten als auch bei der Onlinestrategie. Und dazu sind definitiv keine überteuerten Dienstleister und Portale nötig, die einem den Heiligen Gral versprechen wollen.

Wann ist das Internet eine Chance für Betriebe?

Das Internet ist genau dann eine Chance, wenn Sie sich im Klaren darüber sind, was Sie erreichen möchten. So macht es für ein Fußpflegestudio in Frankfurt/Main zum Beispiel nur wenig Sinn, sich eine Onlinestrategie anzueignen oder einzukaufen, die es bekannt in Berlin, München und Hamburg macht. Wichtiger ist die Ausrichtung auf die Region, den direkten Einzugsbereich und daran direkt angrenzende Bereiche. Das gleiche trifft ebenso auf den Spielzeugladen in Darmstadt, die Kneipe in Düsseldorf oder den Getränkemarkt in Stuttgart zu. Es würde – mit wenigen Ausnahmen – schlichtweg keinen Sinn machen, Anfragen aus 100 Kilometer entfernten Regionen zu erhalten. Genau hier bietet sich die Chance.

Es gibt für Sie nur ein Ziel – Echte Kunden

Wir können es drehen und wenden, wie wir möchten – im Endeffekt ist Ihr Ziel, etwas zu verkaufen. Noch besser: Ihr Ziel ist es, dass der Kunde bei Ihnen kauft. Sie müssen den Kunden also auf der Couch abholen und in Ihren Laden führen. Ihre Aufgabe ist es also nun, dafür zu sorgen, dass der Kunde mit möglichst geringem Aufwand genau die Informationen findet, die er braucht, um bei Ihnen einzukaufen:

  • Wo?
  • Wann?
  • Wieviel?

Muss sich der Kunde mit nur einer dieser Fragen zu lange beschäftigen, wird er womöglich doch lieber bei Amazon oder bei einem ihm bekannten lokalen Konkurrenten kaufen. Das können Sie mit einfachen Mitteln umgehen.

Wie Sie das schaffen und was noch zu beachten ist, zeige ich Ihnen im nächsten Beitrag.

Ist Glyphosat gefährlich oder harmlos?

Glyphosat ist das zur Zeit wohl am heftigsten diskutierte Herbizid am Markt. Der Unkrautvernichter ist so lang und so flächendeckend im Einsatz, wie kaum ein anderer. Er ist eine Entwicklung von Monsanto aus den USA. Doch was ist Glyphosat und weshalb wird es geschützt?

wheat-609909_1920Glyphosat (chemische Summenformel C3H8NO5P) ist ein sogenanntes nicht-selektives Blattherbizid und wird zur Vernichtung verschiedener Unkrautarten in der Landwirtschaft genutzt. Aktuell ist Glyphosat ein Inhaltsstoff vieler Breitbandherbizide. Das Mittel wurde in den 1970er Jahren vom US-amerikanischen Agrar-Riesen Mosanto auf den Markt gebracht und vermarktet. Diesem Herbizid wird nachgesagt, dass es ein Unkrautvernichter sei, der nur gentechnisch veränderte Pflanzen verschone.  Das Glyphosat-Produkt, mit dem Monsanto 1974 an den Markt ging hieß RoundUp – und hat den Namen bisher beibehalten. Da die Patente Monsantos in vielen Ländern bereits abgelaufen sind, tummeln sich auch weitere Produkte mit den gleichen Eigenschaften unter anderen Namen auf dem Markt. Glyphosat Roundup wird zunehmend weiter verbreitet.

Die Wirkungsweise glyphosathaltiger Herbizide

Glyphosat wird von Pflanzen durch alle grünen, also an der Photosynthese beteiligten Bestandteile aufgenommen – vor allem über die meist großflächigen Blätter. Der Wirkstoff Glyphosat wird von dort aus direkt in die Wurzeln weitergeleitet, zu den Wachstumspunkten. Auch jüngere Triebe werden gezielt vom Wirkstoff angesteuert. Dort angekommen, blockiert Glyphosat die Produktion von Aminosäuren, die dafür nötig sind, dass die Pflanze wächst. Diese Art des Stoffwechsels ist bislang nur bei Bakterien, Pflanzen und Pilzen bekannt. Somit erklärt sich, dass Glyphosat sowohl für Menschen wie auch Tiere generell nur vernachlässigbar toxisch einzustufen ist. Wissenschaftliche Studien bestätigten dies.

Wegen seiner direkten Wirkung auf die behandelten Pflanzen, werden Glyphosate mit Vorliebe zum Schutz von gentechnisch veränderten Saaten verwendet. Einer der größten Anbieter von gentechnisch verändertem Saatgut ist wieder Monsanto. Gentechnisch veränderte Pflanzen reagieren nicht auf die Glyphosatbehandlung.

Schwerwiegende Vorwürfe wegen Glyphosatverharmlosung

Bereits seit längerem werfen BUND und andere nationale sowie internationale Organisationen und Forscher der Agrar-Industrie vor, Glyphosat würde Embryonen schädigen und krebserregend sein. Immer wieder werden Rufe gegen das Mittel laut. Auch die Grünen im Bundestag machen sich gegen diesen Chemiemix stark.

Das Bundesamt für Risikobewertung 2014 entschied dem widersprechend, Glyphosate seien so ungefährlich, dass die Höchstmenge, die ein Erwachsener pro Tag ohne zu erwartende gesundheitliche Beeinträchtigung verzehren dürfe, von 0,3 mg auf 0,5 mg pro Kilo Körpergewicht angehoben wurde. Für alle Kritiker bedeutet dies eine Art Super-GAU. Das Anheben der Schwelle von 0,3 auf 0,5 mg bedeutet eine Toleranzsteigerung von 60%. Für einen Menschen mit einem Körpergewicht von 75 kg bedeutet das, dass er bis 2014 22,5 mg Glyphosat zu sich nehmen konnte, ohne gesundheitliche Einschränkungen befürchten zu müssen. Ab 2014 waren es dann 37,5 mg, die der 75 kg schwere Mensch vertragen müsste. Das widerspricht den Feststellungen der Albert-Schweitzer-Stiftung vom Juni 2014 erheblich.

Glyphosat und Roundups: gefährlich für DNA

Monsanto als Giftmischer - nicht nur für Glyphosat
Monsanto als Giftmischer

Laut verschiedenen Veröffentlichungen und Studien, wird Glyphosatprodukten und Roundups eine schädigende Wirkung auf unter anderem DNA, Embryonalzellen sowie Plazenta-Zellen zugeschrieben. Dies betrifft nicht nur den menschlichen Organismus – auch Tiere seien in erheblichem Maße davon betroffen. Die Albert-Schweitzer-Stiftung führt zudem weiter aus, dass Glyphosat offensichtlich (mit)verantwortlich sei, für eine Vielzahl an Fehlbildungen sowie Fehlgeburten.

Eine Studie des MDPI verdeutlicht darüberhinaus, dass Glyphosat das Auftreten von Alzheimer, Diabetes und sogar Krebs begünstigte. Gleichfalls würden damit belastete Menschen eher an Depressionen, Herzerkrankungen sowie Unfruchtbarkeit leiden. Unabhängig vom persönlichen und gesellschaftlichen Schaden, den diese Monsanto-Kreation anrichten kann, wirke das Herbizid auch negativ auf die Fruchtbarkeit des Bodens und der darin innewohnenden Fauna (siehe: agrarkoordination.de).

Fazit: Glyphosat ist nicht ungefährlich!

Einige Glyphosat-Verfechter hingegen beteuern gebetsmühlenartig, dass die entsprechenden Studien nicht aussagekräftig seien. Sie würden nicht zweifelsfrei den ursächlichen Einfluss von Glyphosat Roundups für die Erkrankungen und genetischen Erscheinungen darlegen. Doch schon allein die begründbare Vermutung, die objektiv heranziehbare Eventualität, Glyphosat, das unbestreitbar essentieller Bestandteil unseres Alltags ist, reicht aus, um hier aktiv gegen den ausgemachten Goldesel von Monsanto vorzugehen.

Wie sehen Sie das? Teilen Sie mir Ihre Meinung zu Glyphosat, Gentechnik und Monsanto mit.

Schreibwerkstatt online

Wie bereits aufgefallen ist, wurden heute keine Blogbeiträge veröffentlicht. Das tut mir leid.

Tatsächlich ist einiges in Arbeit, heute muss ich jedoch meiner Schreibwerkstatt Vorrang einräumen. Ich habe meine Website SKCommDE heute relauncht. Es wurden viele Änderungen und strukturelle Erleicherterungen implementiert. Ich hoffe, dass das Ergebnis überzeugt. Parallel standen auch noch weitere Arbeiten für medizinische Fußpflege in Hohenstein auf dem Programm. Auch dort wird es in den kommenden Wochen noch viel Neues zu texten geben.

Die ausgelassenen Blogbeiträge werden selbstverständlich noch nachgeholt. Wahrscheinlich im Laufe der Woche, spätestens zum nächsten geplanten Samstags-Rollout.

Vielen Dank für das Verständnis.

Sebastian Klaus

Buchtipps und Links zu Amazon

Buchtipps und Links zu Amazon

Liebe Besucher,

auf der rechten Seite habe ich einen Hinweis zu den Buchtipps angepinnt. Beachtet bitte, dass die Links zu den Büchern und anderen Medien unter Linktipps & Bücher zu Amazon.de führen. Für Käufe über diese Links erhalte ich eine kleine Provision seitens Amazon.de. Beachtet bitte außerdem, dort gelten ausschließlich die AGB und Datenschutzbestimmungen von Amazon. Für Inhalte und Verweise der Amazon-Webseiten bin ich nicht verantwortlich.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Sebastian Klaus

Abwrackprämie 2.0: Kaufprämie für Elektroauto – Tesla ist raus

Wer nicht vollends im Thema war, der bekam nicht viel von den Diskussionen zur Kaufprämie für Elektroautos mit. Was von außen betrachtet eine gute Sache für Nachhaltigkeit und Umweltschutz darstellt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung schnell als Mogelpackung und Rohrkrepierer.

1.200.000.000 Euro groß ist der imaginäre Geldhaufen, auf den sich die Hoffnungen Wolfgang Schäubles stützen. Passend dazu versprach bereits Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, 15.000 zusätzliche Ladestationen im gesamten Bundesgebiet. Für den Ausbau der e-mobilen Infrastruktur stelle der Bund zwischen 2017 und 2020 rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus verspricht das Elektromobilitätsgesetz Privilegien für E-Fahrzeug-Halter.

Eckdaten zur Kaufprämie für elektrisch angetriebene Automobile:

  • 4000 Euro Zuschuss für reine E-Autos
  • 3000 Euro für Elektro-Hybride
  • Fördersumme 1,2 Mrd. Euro
  • Kaufpreis maximal 60.000 Euro
  • Laufzeit bis 2019

Elektromobilitätsgesetz: Elektroauto-Förderung mit Haken und Ösen

clause-684506Eine derart voluminöse Förderkampagne benötigt eine rechtliche Grundlage. Zu diesem Zweck wurde das Elektromobilitätsgesetz ins Leben gerufen. Der vollständige Name des Gesetztes lautet vollmundig: Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge (Elektromobilitätsgesetz – EmoG).

Folgende Fragen könnten sich durch die neue Gesetzgebung für die „Elektrischen“ erübrigen:

„Wo kann ich kostenlos parken?“

E-Autos sollen kostenlos parken dürfen. Es sind verschieden Modelle möglich. Denkbar ist es, in bestimmten Bezirken alle öffentlichen Parkplätze für Stromfahrer freizugeben – zu bestimmten Zeiten oder „open end“. Alternativ ist denkbar, dass Kommunen eigene Haltebuchten ohne Ticketzwang ausweisen.

„Wann darf ich auf der Busspur fahren?“

E-Autos sollen die Busspur per se benutzen dürfen. Das ist ein interessanter Punkt für das Fahren in Städten wie Frankfurt, Berlin oder Hamburg. Für die, die hauptsächlich überland unterwegs sind, wird sich wenig ändern. Kommunen entscheiden hierüber selbst und definieren individuelle Regeln.

„Wieviel Steuer kostet mein Auto?“

Gar nichts. Stromfahrzeuge zahlen 10 Jahre keine Steuern. Befreiung von der Steuer klingt positiv. Die Mindereinnahmen im Steuerhaushalt kompensieren die Fahrer, die sich keinen Stromer leisten können.

Sonderrechte für Elektroautos

Die Bundesregierung gibt auf bundesregierung.de zum Beschluss des Bundesrats bekannt:

(…)

2016-05-06 11_52_23-Bundesregierung _ Artikel _ Sonderrechte für Elektroautos
Die Kommunen dürfen vor Ort entscheiden, ob Stromer kostenlos parken. Aufgrund der zugesicherten Flexibilität unbürokratischer Möglichkeiten könnten diese Privilegien auch kurzfristig entzogen werden. Lenker von Elektroautos müssten sich vor Fahrtantritt über ihre Privilegien in jeder Stadt, die sie durchfahren oder besuchen möchten, gesondert zu informieren. Das kommt einer Fragmentierung gleich.

Finanzierung der Förderung der Elektromobilität

1,2 Milliarden Euro müssen allein für die neuzeitliche Variante der Abwrackprämie bereitgestellt und gesichert werden. Die Finanzierung übernehmen zur Hälfte die Automobilhersteller und zur Hälfte die Allgemeinheit über die Steuerzahlungen. Somit tragen alle geschlossen die staatlich bezuschusste Elektromobilität.

Tesla wettert lautstark und das nicht zu Unrecht

Es sind Modelle wie der Renault Zoe, BMW i3 und der Volkswagen e-Golf, die von den neuen Regeln zur Kaufpreiserleichterung berücksichtigt werden (Anschaffungspreis höchstens 60.000 Euro). Das sind alles Modelle, die nur knapp über 200 Kilometer Reichweite aufbringen können. Die meisten sogar deutlich weniger. Preislich orientieren sich die förderbaren Modelle unter anderem zwischen 19.390 Euro (Citroën C-Zero) und 39.200 Euro (Mercedes B-Klasse Sports Tourer Electric Drive). Keiner davon schafft wesentlich mehr als 200 Kilometer. Mit einer Akkuladung kämen die wenigstens also eine Woche lang zur Arbeit und wieder heim. Deren Gegenspieler sind Tesla Model S (Reichweite 421 bis 499 Kilometer, je nach Ausstattung) und Tesla Model X (Reichweite 417 bis 489 Kilometer, je nach Ausstattung).  Preis Model S ab 88.200 Euro, Preis Model X ab 96.100 Euro. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat Tesla Model S als Oberklassefahrzeug eingestuft.

Tesla knüpft mit Elektroauto bei Berufspendlern und Vielfahrern der Oberklasse an

Der amerikanische Pionier in Sachen Elektromobilität fühlt sich zu Unrecht um die Möglichkeit gebracht, sich deutschen Markt weiter zu etablieren. So bezeichnen die Amerikaner die Obergrenze von 60.000 Euro als willkürlich. Im Blog verweist Tesla darauf, mit dem Oberklassesegment genau die Zielgruppe zu fokussieren, die den höchsten CO2-Ausstoß habe. Darunter fällt der 7er BMW genau wie die Mercedes-Benz S-Klasse. Das Tesla-Team klar, dass es seit seiner Gründung 2003 der einzige Hersteller sei, der sich konsequent nur auf die Weiterentwicklung und Herstellung von Elektroautos konzentriert habe.

Die Obergrenze von 60.000 Euro lässt den Amerikanern nur wenige Möglichkeiten, von einer Förderung nach EmoG zu partizipieren.

zum Tesla-Blog (Elektroauto)
zum Tesla-Blog

Tesla formuliert es im eigenen Blog noch drastischer: „Die Förderung von Nachhaltigkeit sollte nicht auf Elektroautos ausgewählter Unternehmen begrenzt sein. Grundsätzlich sollten die Kunden aller Hersteller gefördert werden, die dazu beitragen CO2 Emission zu reduzieren und die Umwelt zu schützen.“

Den gesamten Blogbeitrag lesen Sie hier.

Fazit: EmoG wird mehr kosten als nützen

Elektronische Kraftfahrzeuge verdienen ihren Platz auf den Straßen Deutschlands. Nicht nur als Hüter hinter Autohaus-Schaufenstern. Das Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge erscheint in diesem Zusammenhang als halb garer Versuch etwas zu bewirken, ohne etwas anzupacken. Förderfähige Fahrzeuge befinden sich in den Preisklassen, in denen selten finanzielle Sprünge möglich sind. Kurzerhand 15.000 Euro für ein Auto aufbringen, das gerade einmal 150 Kilometer zurücklegt? Das ist für viele keine Option, sondern der ökonomische Super-GAU. Alltagstauglich erscheinen diese Fahrzeuge mangels Reichweite nicht. Eher sind sie als Luxusvergnügen anzusehen. An der Finanzierung alltagsuntauglicher Luxusgefährte hat sich die
Allgemeinheit zu beteiligen.
Gleichzeitig bleibt die Oberklasse battery-explosion-98710konkurrenzlos auf deutschen Straßen vertreten. Auch die zu erwartende Fragmentierung von Park- und anderen Verkehrsregeln bringt einen bitteren Beigeschmack mit sich. Fortan ist nicht nur ein Blick für den deutschen Schilderwald nötig. So manche Regel bedeutet bald von Fahrzeug zu Fahrzeug etwas anderes.

Buchhandel: Killer des Fortschritts

Buchhandel: Killer des Fortschritts

Als Mann zwischen den Stühlen kenne ich beide Seiten der Medaille – die Verlage und den Buchhandel. Gern und energisch wird auf Verlage geschimpft, sie würden die Digitalisierung vollends „verpennen“. Das ist nur die halbe Wahrheit.

Ein weiterer erfolgreicher Artikel, den ich auf Pagewizz veröffentlicht habe. Hier geht’s zum Artikel: Buchhandel: Killer des Fortschritts – Mittendrin in Aboservice & Digitalisierung

Der strauchelnde Riese von Düsseldorf: Vodafone Deutschland – gestern und heute

Vodafone Deutschland – einer der führenden Mobilfunkanbieter des Landes. Die Entstehung des Deutschlandgeschäfts und aktuelle Geschäftszahlen habe ich bei Pagewizz veröffentlicht.

 

Aktueller Spitzenreiter bei meinen täglichen Pagewizz-Klicks. Hier geht’s zum Beitrag: Der strauchelnde Riese von Düsseldorf: Vodafone Deutschland – gestern und heute