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Non-Profits im Social Web – Was können NPOs reißen?

Am 21. April 2017 startete „caritas digital“ eine Blogparade zur Frage, was Non-Profits (also Organisationen wie Caritas, Amnesty International, WWF, usw… ) im Social Web erreichen könnten, unter Berücksichtigung von Budgets und Kosten. Das ist eine gute Frage, zu der ich mir an dieser Stelle gerne auch Gedanken mache. Und zu der sich mehr Menschen Gedanken machen sollten. Der Aufruf zur Blogparade von Caritas Digital und per Twitter via #npoblogparade.

Taugt Social Media für NPOs?

Das Social Web mit seinen unzähligen Vermarktungsmöglichkeiten wird von vielen Anbietern, egal ob NPO, Konzern oder KMU, mittlerweile als sehr komplex empfunden. Da gibt es unzählige Möglichkeiten, sich selbst darzustellen, sich zu positionieren und die eigene Marke hervorzuheben. Das mag aus den Augen eines Marketers sehr interessant sein – klar, verdienen alle Beteiligten im Markt des Onlinemarketings nicht schlecht daran. Theoretisch kann man mit einer einzelnen Zeile Millionen von … – ja, von was denn? – erreichen. „Ganz easy und voll cool.“ Das Ganze kostet natürlich seinen Preis – und wenn man bei Facebook damit angefangen hat, dann muss man auch konsequent sein und bei Twitter und den anderen Plattformen nachschießen. Man muss ja alle möglichen Leute erreichen.

Ziel definieren

Non-Profit-Organisationen müssen, wie auch kommerzielle Unternehmen, Zielgruppen definieren und wissen, wo die Reise hingehen soll, bevor etwas in die Wege geleitet wird. Dabei darf niemals außenvorgelassen werden, dass sich der Bedarf der NPO teils eklatant von dem eines Wirtschaftsunternehmens unterscheidet.

Das Wirtschaftsunternehmen verfolgt grundsätzlich (und stark vereinfacht) ein einziges Ziel: Umsatzsteigerung. Alle Maßnahmen wie Kundenakquise, Imagegewinn usw. dienen diesem Ziel.
Obwohl die NPO Mitgliedsbeiträge erheben, ist Umsatzsteigerung nicht das Kernziel. Für eine NPO ist das Einsammeln von Beiträgen Mittel zum Zweck, nämlich diverse humanitäre, ethische, soziale oder wie auch immer der Allgemeinheit dienende Projekte und Aufgaben zu erfüllen.

Bereits aus einer derart verkürzten Darstellung wird klar, dass die NPOs nicht einfach AdWords-Kampagnen starten, bei Facebook oder Twitter Timeline-Top-Platzierungen kaufen können und sollten. Mitgliedergenerieren und Neukundengewinnen sind als kurzfristige Ziele einzuordnen. Anders als kommerzielle Firmen, können NPO nicht mehr Werbesport Bedarf wecken. Es genügt bei den meisten Zielen der Non-Profits (z. B. Humanitäres) schlichtweg nicht, einmal einen sich immer wieder wiederholenden Spot oder Artikel zu einem Missstand oder einer allgemeinen Notwendigkeit zu publizieren. Bei Cola, Jeans und Smartphones funktioniert das hingegen wunderbar.

Das, was die NPOs möchten, das ist etwas, wozu man Menschen nicht mittels permanenter medialer Penetration drängen kann. Menschen sollen spenden? Unternehmen sollen humanitäre Projekte mit eigenen Waren oder vorhandenem Gerät unterstützen? Alle Anstrengungen der NPOs müssen sich auf langfristige und tiefgründigere Stellschrauben stützen, als es die simple Dauerwerbesendung tut. Es muss immer wieder Überzeugungsarbeit geleistet werden – und genau das kann eine Facebook-Werbeanzeige nicht leisten. Im Gegenteil.

Gefahren für Non-Profits nicht unterschätzen

Um NPOs zu sagen, was sie nun konkret tun sollten, um im Social Web gegen Daimler & Co. zu bestehen, habe ich zu wenig fachliche Bezugspunkte. Umso mehr Bezugspunkte habe ich aber zu meiner „Karriere“ als Benutzer, Mitglied, User, Twitterer und was weiß ich, in allerhand „sozialer“ Medien. Ganz klar ist, dass es mir immer negativ aufgestoßen hat, wenn ich bei Facebook & Co. zwischen nichtssagenden Spampostings, Katzenbildern, YouTube-Links und Werbebannern für Handygames mit einer Non-Profit-Organisation konfrontiert werde. Zum einen überfliegt man die meisten „sozialen“ Inhalte mittlerweile häufig nur noch. Zum anderen gerät eine Organisation wie die Caritas zu Unrecht schnell in die Schublade „irrelevant“, weil alle zwischen 13.00 Uhr und 13.15 Uhr erspähten Inhalte absolut nutzlos waren. Das degradiert die entsprechende NPO!

NPOs leben also nicht von 100.000 Facebook-Likes und 15.331 Herzchen unter einem Tweet, sondern davon, dass man ihre Arbeit akzeptiert. Die Arbeit, die die NPO leistet, ist langfristig und vor allem wichtig. Ein Facebook-Like ist trendy. Der tausendfach geherzte Tweet ist hipp. Das war es auch schon.

Überzeugungsarbeit leisten

NPOs sollten natürlich in den sozialen Medien vertreten sein. Aber sie sollten auf keinen Fall als Werbetreibende auftreten. Wird der Name des NPOs kommerzialisiert, schlägt sich das auf das Image nieder – und zwar genau andersherum, als es bei Adidas und Co. der Fall ist. Es schafft lediglich Misstrauen oder zumindest die Meinung: „Die haben Geld für solche Kampagnen? Dann brauchen die meine Spende nicht.“

NPOs müssen sich positionieren und mit Manpower in die Netze, anstatt in Onlinemarketer zu investieren, die Facebook-Ads schalten. Die Non-Profits müssen ihre „Unternehmensseiten“ und Profile proaktiv mit Inhalten, vor allem Mehrwerten, füllen und eine ständige Diskussionskultur aufrechterhalten. So sind sie immer an interessierten Nutzern dran. Und da soziale Netze viral arbeiten, wird auch Jana Jäger aus Jena früher oder später mitbekommen, dass ihr Freund Dennis Dorsch aus Dresden mit irgendwem aus Mettmann angeregt mit ihrem Profil interagiert. Jana wird sich einklinken und ihre Freunde werden das mitbekommen. Das gibt den Nutzern eine positive Meinung, ein gutes Bauchgefühl.

Das schafft kein Werbespot!

Das Geld, was sie in eine Kampagne investieren könnten, wäre somit besser in ein Team zur Pflege der sozialen Netze angelegt. Und da schließt sich auch der Kreis …

Soziale, verträgliche soziale Medien durch NPOs?

Viele Menschen besuchen bisweilen soziale Netzwerke, ohne wirklich zu wissen, weshalb sie das tun. Es ist für viele ein Automatismus geworden: „Facebook-Nachrichten checken“, „Timeline sondieren“, „Feeds abrufen“ und „thumbs up“ vergeben. Man tut das einfach – völlig unsozial. Und wenn etwas länger als drei Minuten „aufhält“, war es entweder ein total bescheuertes, meist schadenfrohes, Video oder irgendeine Hiobsbotschaft mit Zweck des Clickbaitings. Genau hier können sich NPOs einklinken und hier ihre Nische in sozialen Netzen finden. Weniger „bullshit“, weniger „kaufen“, „@billiger“, „+trend“ und „#geizistgeil“ – und vor allem viel weniger „ich zuerst!“

Wenn Menschen wieder eher dazu bereit sind, wirklich sozial mit ihrer Welt zu interagieren, dann wird es auch wieder selbstverständlich für viele, soziale Ziele zu unterstützen.

In diesem Sinne,

Sebastian Klaus

Digitalisierung – Krieg in Parallelwelten

Digitalisierung ist ein Thema, das uns alle genauso betrifft, wie zum Beispiel Umweltverschmutzung. Dieser Vergleich ist weniger an den Haaren herbeigezogen, als man zunächst vermuten mag. Eine Wahrheit über die Digitalisierung.

Digitalisierung bringt uns alle weiter

Mittlerweile gibt es kaum Bereiche des täglichen Lebens, die wir uns nicht durch technische Hilfen erleichtern können. Ob selbstfahrende Autos, Drohnen (wie zum Beispiel Quadrocopter), Smartphones oder das gute alte Radio – überall bieten uns Gerätschaften ihre Hilfe an. Entweder versprechen Sie uns mehr Produktivität oder mehr Überblick oder auch schlicht einfach ein gutes Gefühl. Neben „nice-to-have“-Technik hat die Menschheit auch buchstäblich Überlebenswichtiges geschaffen. Die Anwendungsfelder reichen von der Agrarwirtschaft bis Medizin und Wissenschaft. Neben einfachen technischen Neuerungen wie Maschinen und Geräten kommt die nächste Stufe, die Digitalisierung hinzu. Dinge werden vernetzt, programmiert, ferngesteuert, teils mit einer künstlichen Intelligenz (KI) versehen. Die ersten semi-autonomen Roboter sind schon in den ersten Laboren unterwegs.

Was alles positiv klingt und durchaus seine Existenzberechtigung hat, dem liegen auch berechtigte Kritikpunkte zugrunde. Weniger aus technischer Sicht, mehr aus der Erfahrung heraus, wie sich Menschen mit ihren Möglichkeiten verhalten.

Technik muss einen Zweck erfüllen

Es ist beileibe kein Geheimnis, dass eine Vielzahl technischer Neuerungen und Erleichterungen ausschließlich auf die Anstrengungen zurückzuführen sind, möglichst effizientes Kriegsgerät bereitzustellen. Einer der wohl berühmtesten Vertreter dieser Art ist die gute alte Mikrowelle. Kaum ein Haushalt kommt mittlerweile ohne Mikrowellenkochgerät aus. Was zuvor für hochsensible und höchst gefährliche Anwendungsbereiche gedacht war, wandelte sich mit der Zeit zu einem Haushaltshelfer für die dynamische Familie und noch mehr für den hartgesottenen Single.

Einblick: Ursprung der Mikrowelle

Das Kernelement der handelsüblichen Mikrowelle bildet das Magnetron, ein Mikrowellenerzeuger. Diese Komponente wurde ursprünglich in Großbritannien entwickelt und sollte nicht zum Aufwärmen von Lasagne oder zum Auftauen von Fleisch nutzbar gemacht werden. Sein Einsatzbereich waren Radargeräte. Finanziell gefördert wurde das Vorhaben durch die USA und Großbritannien. Die Japaner hatten zur gleichen Zeit weniger passive Ziele mit dem Magnetron. Japans Intention war die Entwicklung sogenannter Strahlenwaffen.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs markierte weitestgehend auch das Ende der Anstrengungen, das Magnetron primär für die moderne Kriegsführung attraktiv zu machen. Je nach gesellschaftlicher Stimmung und Orientierung fand die Mikrowellentechnologie neue (zivile) Anwendungsbereiche. In den USA erfolgte die Erforschung weiterer Anwendungsmöglichkeit auf Zwang der US-Regierung. Der größte US-amerikanische Magnetronhersteller Raytheon war der Pionier in der Umgestaltung des Magnetrons, indem es das Magnetron für Kochzwecke umwandelte. Diese Entwicklung wurde durch das Ausbrechen des Koreakrieges 1950 vorläufig vollends ausgebremst. Es dauerte über 15 Jahre, bis diese zivile Anwendung wieder in den Fokus rückte.

Mittlerweile hat die gute alte Mikrowelle fast in jedem zivilen Haushalt Position bezogen.

Diese Entwicklung beschreibt sehr deutlich, wie schmal der Grat ist, zwischen positiver und verheerender Nutzung menschlicher Erfindungen und Errungenschaften. Immer wieder abhängig von ökonomischen, sozialen und politischen Strömungen und Stimmungen, entscheidet sich innerhalb kurzer Zeit, ob eine aktuelle Entwicklung zur Bereicherung oder zur Vernichtung eingesetzt wird.

Optimismus! Wir haben die besten Voraussetzungen

Die westliche Welt lebt seit vielen Jahren – größtenteils – in Frieden. Die zivile Bevölkerung fordert folglich Entwicklung und Einsatz für zivile und humanitäre Zwecke ein. Kriegsgespenster sollen möglichst lang ferngehalten werden. So hat sich in unseren Breiten eine ganze Digitalisierungsindustrie gebildet, die sich der nächsten Stufe möglicher technischer Neuerungen verschrieben hat. Durch die immer weiter wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung stehen uns Möglichkeiten offen, unseren persönlichen Alltag, den Geschäftsalltag oder unseren Einsatz in charitativen Einrichtungen zu organisieren – oder am besten direkt miteinander zu verknüpfen. Technische Geräte werden intelligenter, aus der Ferne kontrollierbar. Selbst Operationen am offenen Herzen gelingen mittlerweile erfolgreich per Remote-Verbindung. Dank Digitalisierung wird aus tausenden Kilometern Entfernung operiert.

Eine tolle Sache, wie ich finde! Es gibt so viele Möglichkeiten! Und doch verweigern sich so viele Menschen aufgrund in Sommerlöchern heraufbeschworener Datenschutzhysterie und Technophobie anzunehmen, was die Menschheit möglich gemacht hat. Hinzu kommt außerdem das wieder aufflammende Säbelrasseln zwischen West und Ost. Wer im Recht ist und wer die richtigen Ziele verfolgt, das ist nicht einfach in Schwarz-Weiß-Malereien darzulegen – und somit wieder Futter für technophobe Hysteriemedien allenthalben. Umso länger der Kanon innerhalb der täglichen Informationsfluten besagt, dass wir Angst vor Fortschritt und Technologie haben sollten, desto weiter drängt sich der Mensch selbst zurück und beraubt sich auf diese Weise vieler möglicher Ziele in Technik, Medizin oder Industrie.

Fazit: Weitermachen!

So kompliziert, vielleicht verwirrend, aber auf jeden Fall blockierend die heutigen Zeiten auch sein mögen, das wichtigste Ziel muss es nunmehr sein, voranzugehen. Es können schon Kleinigkeiten sein, die den Alltag revolutionieren. Vielleicht irgendein Chip oder ein anderes Gadget, das dafür sorgt, viele Stress verursachende Tätigkeiten zuhause reduzieren oder optimieren können. Wer weiß?

Die Eier legende Wollmilchsau dürfen wir alle nicht erwarten. Aber wir müssen endlich wieder davon träumen!

Also: Auf zu neuen Träumen!

Sebastian Klaus

Mit dabei: mitmachblog.wordpress.com

Mal was anderes: mit dabei, beim Mitmachblog

Mitmachblog - viele Blogger haben hier viele Gedanken zum gleichen Thema.
Mitmachblog – viele Blogger haben hier viele Gedanken zum gleichen Thema.

Auch ich probiere gerne neue Dinge aus – für mich neu: In einer Art Blog-WG parallel über bestimmte Themen bloggen. Das wird sicherlich ein großer Spaß – und sorgt zudem dazu, dass man sich (zwangsweise) immer wieder an neue Themen herantraut und sich vielseitig beschäftigt. Ich freue mich darauf.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit

Sebastian Klaus

Mit Evernote jede Idee im Griff

Gedanken, Ideen & Einfälle im Griff, dank Evernote

Mehr Produktivität: Evernote im Alltag
Das Evernote-Logo

Meine Gedanken strukturiere ich am liebsten mit der Produktivitäts-App Evernote. Das gilt nicht nur für Notizen und Recherchen für Blogbeiträge und Texte für fremde Websites. Viele Dinge des Alltags manage ich über den amerikanischen Notizendienst – und zahle sogar gerne Geld für Evernote-Premium. Von den Funktionen und der Zuverlässigkeit des OneNote-Konkurrenten bin ich absolut begeistert und absolut überzeugt. Durch die Integration anderer Dienste, Apps und Programme, lassen einem die Amerikaner kaum Anwendungsbereiche, die nicht über ihr Angebot nahezu perfekt bewältigt werden können.

Kostenlos ja – aber: Geiz ist nicht geil!

Unzählige Apps im Google Playstore für Android, im Apple Appstore oder anderswo versprechen Möglichkeiten und Lösungen zu allen erdenklichen Problemen des Alltag. „Produktivität steigern“, „Fehler vermeiden“ oder „den Überblick bewahren“ – das sind nur einige Keywords, mit denen die Anbieter versuchen die Gunst der Nutzer zu gewinnen. Tatsächlich offenbaren viele kostenlose Apps erhebliche Schwächen, teils diletantischen Ausmaßes. Natürlich ist auch Evernote nicht perfekt – jedoch wird hier, nach meinem Empfinden, aktiv gearbeitet. Neue Funktionen werden regelmäßig integriert, bestehende verbessert. Vor allem Dinge wie das Notizen per E-Mail senden oder die Möglichkeit, Briefe mit dem Handy scannen zu können, heben den grünen Elefanten weit über das Niveau einer halbseidenen Notizenapp. Dazu aber später mehr.

Und nein, niemand bezahlt mich dafür, diesen Artikel zu schreiben.

Viele Grüße

Sebastian Klaus

KMU: 5 Schritte, damit das Netz für Sie arbeitet

Auf geht’s! Erfolg durch Struktur

Um das Internet für sich arbeiten zu lassen, benötigen Sie nichts, was Ihr Budget erschüttern wird. Meines Erachtens zahlen sich folgende Instrumente hervorragend aus:

1. Firma eintragen bei Google Maps (Google MyBusiness-Profil)

Öffnungszeiten, Karteneintrag, ein paar Bilder und Ihre Kontaktdaten sorgen schnell dafür, dass Menschen in Ihrem direkten, lokalen Umfeld schnell merken, dass Sie da sind – und vor allem wann.

2. Facebook-Seite für die Firma anlegen

Hier geht es nicht um eine Social-Media-Kampagne, wie man Sie Ihnen gerne für mehrere Hundert Euro anbieten wird. Zeigen Sie, dass Sie da sind, und nutzen Sie das Firmenprofil bei Facebook voll aus. Pflegen Sie Öffnungszeiten, erwähnen Sie hin und wieder, dass Sie etwas Neues anzubieten haben, oder was Erheiterndes im Alltag der Firma passiert ist.

Vor allem: Laden Sie Ihre Facebook-Kontakte zu Ihrer Seite ein! Erzählen Sie draußen auf der Straße, dass Sie jetzt auch eine Facebook-Seite haben. Eine gute Idee, falls Ihre stationäre Kasse dies unterstützt: Drucken Sie die Facebook-Adresse gut sichtbar auf Ihre Kassenbons.

3. Firma kostenlos in Branchenportale eintragen

4. Eigene Homepage erstellen

Ein Homepagebaukasten bringt Sie schnell und umkompliziert zur eigenen Website.

Tipp: One.com bietet hier sehr günstige Pakete inklusive Webspace und Domains an – inklusive E-Mail-Adressen und einfach zu verstehendem Homepagebaukasten. Den Tarif „Starter“ mit aktuell 25 GB Speicherplatz und eigener Top-Level-Domain (also beispielsweise „maxmuster.de“ oder „firma-bau-profi.com“) preist One.com aktuell übrigens im ersten Jahr kostenlos an.

5. Inhalte schaffen

Hiermit sind in diesem Falle keine zeitintensiven Blogpostings oder teuren Contentstrategien gemeint. Es genügt fürs Erste, auf der Homepage Texte zum eigenen Geschäft zu veröffentlichen. So wird die eigene Internetseite für Suchmaschinen interessant. Ein wirkungsvoller Text hat zwischen 300 und 400 Wörter.

Sie schreiben nicht gerne oder wissen nicht, wie Sie die das, was Sie anbieten, in einen ansprechenden und für Suchmaschinen optimierten Text bringen sollen? Engagieren Sie einen Texter. Sie erhalten so einzigartige und spezialisierte Texte. Das kostet nicht die Welt und bringt viel.

Gehen Sie mit dem Internet richtig um

Haben Sie den Schritt gewagt, sich endlich digital anzusiedeln, dann gibt es ein paar Punkte für Sie zu beachten.

  1. Die Kommunikation im Internet verläuft häufig wesentlich direkter und schneller
  2. Man wird Sie hin und wieder mit unbequemen Themen konfrontieren
  3. Sie werden Höhen und Tiefen erleben
  4. Sie müssen alle Änderungen (Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Adresse, …) in allen Portalen und Profilen pflegen
  5. Sie werden viele Anrufe und Mailings von Agenturen erhalten, die alles für Sie machen möchten.

Internetnutzer sind heutzutage meist mobil unterwegs. Sie surfen und chatten, schauen Videos oder spielen einfach. Das ist gut und richtig. So sind Sie immer mit dabei, in der Hosentasche des potenziellen Kunden. Dieser positive Fakt kann allerdings manchmal auch unbequem werden, denn Ihre Profile sind den Launen der Nutzer ausgeliefert. Da kann schon einmal ein Kommentar in Ihrer Facebook-Timeline auftauchen, der ungerechtfertigt ist oder einfach linguistisch unter die Gürtellinie geht. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen oder gar einspannen. Häufig spiegeln solche Beiträge nur einen kleinen Moment im Gemütszustand der Person wieder, die das geschrieben hat (zum Beispiel aus Frust über die Bahnverspätung, durch die der Nutzer jetzt Zeit hatte, im Handy zu stöbern). Das kommt vor. Vieles können Sie mit Humor nehmen – das meiste ist sachlich klärbar.

Sie müssen und sollen außerdem nicht zu „offiziell“ sein. Sein Sie ruhig die Person, die Sie sind – und sorgen Sie nebenbei immer dafür, dass alles aktuell und vollständig ist. Das bleibt den Leuten am längsten im Gedächtnis und bringt Ihnen neue Kunden.

Fazit: Den Blick in alle Richtungen richten

Das Internet erobern Sie am besten mit Autenthizität. In der Hinsichtlich ist das Grand der Internetnutzer tatsächlich sehr einfach gestrickt. Das, was Sie publizieren (seien es nun Texte, Bilder oder Videos – und dazu gehört auch die Werbung), das muss nicht spektakulär sein. Es muss es schlicht und ergreifend ohne Zusatzrecherchen nachvollziehbar sein. Egal also, was Sie im Internet vorhaben – bleiben Sie sich selbst treu.

Sie können im Internet zwei Arten von Erfolg haben

  1. kurzfristiger Erfolg

    Ein kurzfristigster Erfolg ist oft gut spürbar und gibt ein gutes Gefühl. So schnell, wie Internetnutzer allerdings auf alle Arten von Neuigkeiten reagieren (gleich, ob positiv oder negativ), genau so schnell verdrängen sie die Inhalte wieder. Sie haben also einen kleinen Boom erlebt. Dieser kurzfristige Interneterfolg ebbt wieder ab, das ist sicher. Fast genauso sicher: Er wird so schnell abebben, wie er über Sie hereingebrochen ist.

  2. Erfolg.

    Merken Sie sich vor allem eines: Wenn Sie online erfolgreich sein wollen, dann brauchen Sie vor allem Geduld. Das klingt seltsam, wo das Internet doch dazu da ist, alles schnell und „mal eben“ erledigen zu können?

Schaffen Sie sich eine Struktur, die Ihnen hilft, im bunten, hektischen Treiben des WWW nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ob große Konzerne oder Kleinunternehmer – in allen Bereichen haben sich ganze Firmen schon auf der Suche nach dem Interneterfolg verloren – weil die Struktur, also ein Plan, fehlte.

Auf gutes Gelingen!

Sie haben Fragen zum Thema? Benutzen Sie gerne die Kommentarfunktion oder schreiben Sie mir über das Kontaktformular. Ich werde mich sofort um eine kurzfristige aber aussagekräftige Antwort bemühen.

Sebastian Klaus

KMU: Was bringt das Internet für Firmen vor Ort?

Angst vor dem Internet unbegründet

Das Internet ist ein Tummelplatz für allerlei technik- und internetaffine Menschen, Unternehmen und Ideen auf dem ganzen Globus. Die einen schwören auf die Möglichkeiten des Internets, andere glauben nach wie vor, dass der Stellenwert des Internets in vielen Fällen schlichtweg übertrieben dargestellt wird. Doch was nützt das Internet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vor Ort? Und brauchen KMU soziale Netzwerke? Wenn ja, welche?

In Zeiten von Amazon, Ebay und Elektronikketten neigen wir dazu, zu vergessen, dass es direkt in der Nachbarschaft viele kleine und mittelständische Unternehmen gibt, die wir besuchen könnten. Gleichzeitig wird es dem Einzelnen hier und dort auch nicht leicht gemacht, sich beim lokalen Anbieter einzufinden, anstatt bei Amazon zu bestellen. Es ist ein Wechselspiel aus Bequemlichkeit, Unwissenheit und Preiskampf, das für Probleme beim lokalen Handel sorgt. Den Global Playern hier pauschal die Schuld zu geben ist einfach – aber grundlegend falsch. Nicht Amazon ist schuld daran, dass wir dort kaufen – das sind wir selbst.

Internet als Chance wahrnehmen

Bei, ausschließlich lokal agierenden Geschäften nachgefragt, wird schnell klar, dass das Internet häufig eher als Bedrohung denn als Chance wahrgenommen wird. Zu sehr ist hier der Einzelne immer wieder an den Gedanken gebunden, online sein bedeute, in einen Ring mit Amazon und Co. zu steigen. Und das ist falsch.

Die wichtigste aller Fragen, die sich Inhaber von lokalen Firmen stellen müssen, ist die nach der Zielgruppe – sowohl bei den eigenen Produkten als auch bei der Onlinestrategie. Und dazu sind definitiv keine überteuerten Dienstleister und Portale nötig, die einem den Heiligen Gral versprechen wollen.

Wann ist das Internet eine Chance für Betriebe?

Das Internet ist genau dann eine Chance, wenn Sie sich im Klaren darüber sind, was Sie erreichen möchten. So macht es für ein Fußpflegestudio in Frankfurt/Main zum Beispiel nur wenig Sinn, sich eine Onlinestrategie anzueignen oder einzukaufen, die es bekannt in Berlin, München und Hamburg macht. Wichtiger ist die Ausrichtung auf die Region, den direkten Einzugsbereich und daran direkt angrenzende Bereiche. Das gleiche trifft ebenso auf den Spielzeugladen in Darmstadt, die Kneipe in Düsseldorf oder den Getränkemarkt in Stuttgart zu. Es würde – mit wenigen Ausnahmen – schlichtweg keinen Sinn machen, Anfragen aus 100 Kilometer entfernten Regionen zu erhalten. Genau hier bietet sich die Chance.

Es gibt für Sie nur ein Ziel – Echte Kunden

Wir können es drehen und wenden, wie wir möchten – im Endeffekt ist Ihr Ziel, etwas zu verkaufen. Noch besser: Ihr Ziel ist es, dass der Kunde bei Ihnen kauft. Sie müssen den Kunden also auf der Couch abholen und in Ihren Laden führen. Ihre Aufgabe ist es also nun, dafür zu sorgen, dass der Kunde mit möglichst geringem Aufwand genau die Informationen findet, die er braucht, um bei Ihnen einzukaufen:

  • Wo?
  • Wann?
  • Wieviel?

Muss sich der Kunde mit nur einer dieser Fragen zu lange beschäftigen, wird er womöglich doch lieber bei Amazon oder bei einem ihm bekannten lokalen Konkurrenten kaufen. Das können Sie mit einfachen Mitteln umgehen.

Wie Sie das schaffen und was noch zu beachten ist, zeige ich Ihnen im nächsten Beitrag.