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Blog & Bloggen – Teamplayer vs Einzelkämpfer

Die Damen und Herren im Mitmachblog fragten im April mittels Aufruf zur Blogparade danach, ob man seinen Blog alleine oder gemeinsam, also in Kooperation mit anderen Autoren/ Bloggern betreibt – und weshalb.

Für gemeinsame Projekte gebe ich mich gerne hin – als Teilnehmer. Und nicht um jeden Preis. Pagewizz, Mitmachblog und ähnliche Formate sind da erst einmal ausreichend. Ich möchte beim Bloggen nichts schreiben, weil ich es muss. Ein Grund also, warum ich die hier und dort laufenden Blogparaden so sehr mag. Wenn mir ein Thema gefällt, dann mache ich mir auch gerne aktiv Gedanken darüber. Ansonsten versuche ich, meine unzähligen Ideen und Entwürfe zu ordnen, zu strukturieren und schlussendlich fertigzustellen. Da ich – wie viele Hobbyblogger auch – nur zu Feierabend und nur partiell am Wochenende Gelegenheit zum Tippen habe, ist es nicht wirklich sinnvoll ein fest definiertes Mehrpersonenprojekt zu fahren.

Im Folgen einige Fragen, die der Mitmachblog gerne beantwortet hätte.

Schreibst du deinen Blog alleine/mit jemandem zusammen?

Meinen Blog fülle ich alleine mit Inhalten.

Warum hast du dich dafür entschieden deinen Blog alleine zu schreiben?

Ich persönlich habe mich von Anfang nicht darum bemüht, für meine Blogprojekte „Mitstreiter“ zu finden – ein wenig auch den hervorragenden Erfahrungen mit Gruppenarbeiten in der Schule geschuldet. Ich möchte mich in meinem Blog nicht absprechen müssen, in der Hoffnung, dass ich nicht der Einzige bleibe, der sich an Absprachen hält. In dieser Hinsicht bin ich tatsächlich ein Einzelgänger, ja. Thematisch sind meine Beträge etwas zu sprunghaft, um „Mitschreiber“ zu finden oder überhaupt zu suchen. Dessen bin ich mir bewusst. Gleichzeitig habe ich auch nicht vor, meinen Blog in den Rahmen einer festen Thematik zu pressen. Dafür ist es mir zu wichtig, einfach mal „frei nach Schnauze“ lostippen zu können.

Schreibst du mit anderen Bloggern zusammen?

Hier und dort helfe ich befreundeten Bloggern aus, wenn sie bei ihren Artikeln feststecken.

Tauscht du dich mit anderen Bloggern aus?

Ja.

Beteiligst du dich an Blogparaden? Engen dich diese vielleicht sogar ein wenig ein?

Ich mag Blogparaden und würde gerne viel öfter zufällig tolle Themen finden. Bei manchen Themen der Blogparaden ist es doch so, dass man plötzlich über Themen nachdenkt, die einem normalerweise gar nicht in den Sinn kommen. Erst dieser Tage habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie sich Non-Profit-Organisationen wie Caritas & Co. im Social Web besser gegen Milliardenkonzerne durchsetzen könnten und auf was es eigentlich ankommt. Solche Dinge machen mir Spaß.

(Für MMB Autoren) Wie stehst du zu den Wochenthemen, engen dich diese zu sehr in deiner Kreativität ein?

Ich würde gerne viel mehr im MMB veröffentlichen. Leider habe ich im letzten Jahr nur einen Artikel veröffentlicht. Danach kam ich überhaupt nicht mehr dazu, mich über die Wochenthemen zu informieren. Das war schade – und wird dieses Jahr nicht passieren. Tatsächlich schränkt es mich nicht in meiner Kreativität ein – denn ich entscheide, wann und worüber ich schreibe. Da im Mitmachblog alles freiwillig läuft, kann man sich auch ganz freiwillig Gedanken machen – oder auch nicht. Wie man möchte. Manchmal, das muss ich gestehen, kommt schon ein gehöriger Druck auf, wenn man sieht, welche tollen Beiträge dort aus den Ärmeln geschüttelt werden.

Sind vorgegebenen Themen für dich Inspirierend?

Teils teils. Ich denke, die Themen geben so viel Spielraum zur Auslegung der Frage: „Was genau wollen die jetzt von mir?“, dass man manchmal genau an dieser Frage scheitert. Ich zumindest.

Wie empfindest du es, mit jemandem gemeinsam zu schreiben/deine Beiträge alleine zu gestalten?

Nochmals, ich schreibe Beiträge selbst. Das empfinde ich als gut und produktiv, denn ich muss mich weder auf andere verlassen noch muss ich auf andere Rücksicht nehmen. Na klar, bei größeren Themen, bei umfangreichen Projekten, da ist die Kooperation mit anderen durchaus sinnvoll – aber das sprengt dann den Rahmen eines Blogbeitrags. Denn klar ist doch: Die meisten unserer Leser kommen zufällig auf unsere Seiten und haben in der Regel keine Lust 3.552 Wörter zu einem für uns interessantes Thema zu lesen.

Beeinflusst es deine Kreativität wenn dir Themen vorgegeben werden?

Nein, im Gegenteil. Manchmal sind klare Themenvorgaben sogar sehr praktisch, weil man sich buchstäblich darüber Gedanken macht, ob und weshalb man sich über Thema XYZ Gedanken machen sollte.

Montagsfrage: Fiktion oder Non-Fiktion?

Buchfresserchens Montagsfrage zum Leseverhalten

Montagsfrage bei Buchfresserchen
Montagsfrage bei Buchfresserchen

Wie ist bei dir das Verhältnis zwischen Fiktion und Non-Fiktion, wenn du dein Leseverhalten betrachtest?

 

Um diese Frage zu beantworten zu können, muss ich vorab die Medien an sich unterscheiden, mit denen ich Bücher konsumiere.

Buch aus Papier lesen

Lese ich ein Buch als physisches Werk aus Papier, Pappe, mit Tinten- oder Laserdruck, Farben und etwas Staub am Rand, dann ist’s auf jeden Fall etwas Fiktionales. Zurzeit habe ich mich da zum Beispiel sehr auf Vladimir Sorokin eingeschossen. Eine permanent herrliche Gratwanderung zwischen Realität, Fiktion und dem totalen Kollaps der Realität. So etwas ist’s, das ich lese, wenn ich mich mit dem Ziel niederlasse, etwas zu lesen. Es sind tatsächlich immer wieder Bücher aus dem slawischen Raum, die mich fesseln, lachen und auch grübeln lassen. Das ist übrigens mitunter einer der Gründe, weshalb ich vor einiger Zeit begonnen habe, mir selbst die russische Sprache beizubringen. Я хочу говорить по-русски!

E-Book lesen

Anders sieht es aus, wenn ich „spontan“ zum Lesestoff greife. Dann darf es in der Regel eine digitale Publikation sein – ein Kindle-E-Book oder Audible-Hörbuch zumeist. Und weil ich Romane in Displays nicht ausstehen kann, bleibe ich dann auch eher im Non-Fiktion und beschäftige mich mit interessanten Dingen rund um das Universum, zur deutschen Sprache oder irgendetwas Politisches – wobei da mit Sicherheit die Grenze zwischen Fiktion und Non-Fiktion sehr schwammig sein dürfte.

Die ungeschminkte Wahrheit

Zuguterletzt steht noch die Antwort auf die Frage aus: das Verhältnis ist im Endeffekt bei 30 % Non-Fiktion zu 70 % Fiktion; weil’s mich an einem Roman doch länger fesselt und ich mir mehr Zeit zugestehe, das Gelesene wirken zu lassen.

Dem non-fiktionalen Text widme ich da nach Möglichkeit auf objektivere Art meine Zeit. Da ich nicht viel von den Tagebüchern fremder Menschen, Biografien und Autobiografien halte, beschränkt sich diese Gattung eher Inhalte, die hervorragend dazu geeignet sind, sich „immer mal wieder“ damit zu beschäftigen.

Die Lesermeinung zum Lesen

Wie verhält sich das Ganze bei euch? Teilt mir doch gerne über die Kommentarfunktion eure Gedanken dazu mit oder schreibt mir eine E-Mail an blogkommentar@sebastianklaus.eu.

Buchtipp: Russischer Winter mit Vladimir Sorokin

Russischer Winter mit Vladimir Sorokin

Eine wahnwitzige und erheiternde Irrfahrt mit Gefühl und Pathos.

Vladimir Sorokin - Der Schneesturm bei Amazon.de kaufen
Vladimir Sorokin – Der Schneesturm bei Amazon

Aktuell lese ich Der Schneesturm (von Vladimir Sorokin). Warum ich das erzähle? Heute war es draußen um die dreißig Grad warm, sonnig, trocken. Das Gemüt ist mir beinahe vor Freude aus dem Hemdkragen gehüpft. Und in Sorokins Schneesturm? Da geht es anders zu – so anders, dass es gleich doppelt lesenswert wird.

Ob ganz individuelle Tragödien, drohende Gefahren für die ganze Menschheit oder einfach nur Sex – Sorokin verpackt erneut alle Auswüchse menschlichen Tuns so herrlich erfrischend und direkt, dass einen die plötzlichen Sprünge zwischen poetisch anmutender russischer Erzählkunst und vulgärem Aufbegehren fast zu erschlagen vermögen. Der Spießrutenlauf der Hauptcharaktere geht nahtlos in einen Spießrutenlauf der eigenen Wahrnehmung und dem Empfinden zum Geschehen über.

Im Schneesturm verloren?

Ich werde an dieser Stelle nicht spoilern. Das tut man nicht. Dieser Roman des russischen Autors Vladimir Sorokin spielt in der Zukunft – allerdings nur wenige Jahrzehnte nach dem heutigen Tag. Der Autor führt den Leser (wie auch in seinem Buch Tag des Opritschniks) in ein Russland, das geprägt ist von Gegensätzen, von Einsamkeit und staatlichem Einfluss – aber auch von absolut absurden, aber höchst interessanten Vorstellungen zu Möglichkeiten künftiger Zeiten. Intensive Beschreibungen zu Mutter Natur, einiges an russischem Pathos und die Ungeniertheit, mit der Sorokin die Gefühle und Gedanken seiner Protagonisten vorstellt, vermittelt und dem Leser teils laut schreiend einprügelt, tun ihr übriges. Eine ganz klare Leseempfehlung, fernab der gängigen Mainstreamlektüren. Lesen lohnt sich auf jeden Fall!

Auch lesenswert:

Der Tag des Opritschniks

Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin bei Amazon
Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin bei Amazon

Sorokins Urteil über sein Russland ist eindeutig: „Russlands Gegenwart ist nur noch mit den Mitteln der Satire zu beschreiben.“

Genau daraus macht der russische Schriftsteller in diesem Roman keinerlei Hehl. Im Gegenteil. Einfach lesenswert!

Mit Evernote jede Idee im Griff

Gedanken, Ideen & Einfälle im Griff, dank Evernote

Mehr Produktivität: Evernote im Alltag
Das Evernote-Logo

Meine Gedanken strukturiere ich am liebsten mit der Produktivitäts-App Evernote. Das gilt nicht nur für Notizen und Recherchen für Blogbeiträge und Texte für fremde Websites. Viele Dinge des Alltags manage ich über den amerikanischen Notizendienst – und zahle sogar gerne Geld für Evernote-Premium. Von den Funktionen und der Zuverlässigkeit des OneNote-Konkurrenten bin ich absolut begeistert und absolut überzeugt. Durch die Integration anderer Dienste, Apps und Programme, lassen einem die Amerikaner kaum Anwendungsbereiche, die nicht über ihr Angebot nahezu perfekt bewältigt werden können.

Kostenlos ja – aber: Geiz ist nicht geil!

Unzählige Apps im Google Playstore für Android, im Apple Appstore oder anderswo versprechen Möglichkeiten und Lösungen zu allen erdenklichen Problemen des Alltag. „Produktivität steigern“, „Fehler vermeiden“ oder „den Überblick bewahren“ – das sind nur einige Keywords, mit denen die Anbieter versuchen die Gunst der Nutzer zu gewinnen. Tatsächlich offenbaren viele kostenlose Apps erhebliche Schwächen, teils diletantischen Ausmaßes. Natürlich ist auch Evernote nicht perfekt – jedoch wird hier, nach meinem Empfinden, aktiv gearbeitet. Neue Funktionen werden regelmäßig integriert, bestehende verbessert. Vor allem Dinge wie das Notizen per E-Mail senden oder die Möglichkeit, Briefe mit dem Handy scannen zu können, heben den grünen Elefanten weit über das Niveau einer halbseidenen Notizenapp. Dazu aber später mehr.

Und nein, niemand bezahlt mich dafür, diesen Artikel zu schreiben.

Viele Grüße

Sebastian Klaus

Bloggen für mich selbst

Einen persönlichen Blog schreiben


Ich habe in der letzten Zeit viel geschrieben, ohne selbst zu bloggen. Viele Texte für Internetseiten habe ich geschrieben und Produktbeschreibungen verfassen durfte ich. SEO-Texte schreiben und Pressemitteilungen verschicken hat genauso dazugehört. Das ist alles interessant und fordernd, keine Frage.

„Texten macht einfach Spaß!“

Das denke ich mir immer, wenn mich jemand fragt, ob ich für ihn wieder einen Text oder einen Artikel verfassen könnte. Natürlich, ich nehme Aufträge an.

Fehlende Persönlichkeit beim Schreiben und bloggen für andere

So interessant es ist, das Schreiben für Firmen oder Artikel verfassen für andere Blogs und Projekte – es fehlt Persönlichkeit. Auftraggeber geben logischerweise vor, in welche Richtung das Fazit eines Artikels gehen soll. Ich möchte hiermit nun meinen eigenen Blog dauerhaft betreiben. Themen rund um das Schreiben liegen mir genauso am Herzen, wie das Fördern von Digitalisierung im Büro und Zuhause. Dazu werde ich hier Interessantes und Wissenswertes schreiben.

Fairness im Internet wichtig

Das Internet ist bereits voller interessanter Inhalte. Das Rad werde und möchte ich nicht neu erfinden. Was rollt, soll weiter rollen. Einige Themen verdienen allerdings mehr Aufmerksamkeit, andere sind für die viele Leser und interessierte zu kompliziert erklärt oder beschrieben. Auch hier werde ich ansetzen. Das Internet soll ein Ort der Information sein. Wichtige Informationen sollen zugänglich sein. Dazu leiste ich gerne meinen Beitrag in Form vieler interessanter Beiträge ohne versteckte Verpflichtungen.

„Ein Blog ist das ideale Werkzeug, um Inhalte erreichbar zu machen.“